Bewährungsversager entgeht Knast

38-Jähriger fährt ohne Führerschein und hortet Betäubungsmittel

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Amtsgericht: 38-Jähriger fährt ohne Führerschein und hortet Betäubungsmittel.

Geretsried – Viel auf dem Spiel stand für einen Geretsrieder, der während seiner Bewährungszeit ohne gültigen Führerschein unterwegs war. Da die Polizei in seiner Wohnung auch noch eine geringe Menge unerlaubter Betäubungsmittel (BTM) fand, droht ihm ein Knaststrafe. Doch das Amtsgericht beließ es bei einer hohen Geldbuße.

Der Mann konnte bei Verkehrskontrollen am 11. Mai 2019 in Wolfratshausen und am 13. Juni 2019 in Geretsried keinen gültigen Führerschein vorweisen. Dasselbe passierte ihm im am 13. Mai 2019 auf einer Autobahn in der Nähe von Schweinfurt. Das dortige Amtsgericht verurteilte ihn zur Zahlung von 120 Tagesssätzen, die nun ihn ein neues Urteil miteinbezogen wurden. Denn am 25. Oktober 2019 wurde der Angeklagte mit unerlaubten Betäubungsmitteln am Neuen Platz in Geretsried aufgegriffen. In seiner Wohnung fand die Polizei zudem 0,5 Gramm Marihuana und 0,3 g Amphetamine. Rechtsanwalt Stevan Krnjaic bat um eine moderate Strafe. Denn sein Mandant ließ sich in Tschechien eine Bestätigung ausstellen, dass sein dortiger Führerscheinantrag bearbeitet wird. Das Vorzeigen dieses Formulars in Deutschland schützte ihn aber nicht vor der Bestrafung. Aufgrund von insgesamt elf Vorstrafen – unter anderem wegen Bedrohung, Diebstahl, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Waffenbesitz und BTM- Handel – und des Verstoßes gegen Bewährungsauflagen forderte der Staatsanwalt eine Haftstrafe von einem Jahr und zwei Monaten. Zudem beantragte er eine Ausweitung der Führerschein-Sperrfrist auf zwei Jahre. „Sie sind ein Bewährungsversager und verstoßen beharrlich gegen die Rechtsordnung“, begründete er seinen Antrag. Richter Helmut Berger sah das ähnlich: „Es gibt Leute, die schreien danach, eingesperrt zu werden“, befand er. Letztlich rettete den Angeklagten ein positiver Bericht seines Bewährungshelfers. „Er hat bereits Gespräche mit der Caritas geführt und hat sich in den letzten Monaten unauffällig verhalten“, erklärte er. So entschied sich Helmut Berger am Ende doch dafür, es bei einer hohen Geldstrafe zu belassen. Er verurteilte den Mann zur Zahlung von 300 Tagessätzen zu je 25 Euro – insgesamt 7.500 Euro. Viel Geld für den geschiedenen Vater einer Tochter, den rund 15.000 Euro Schulden plagen. Peter Herrmann

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