Werner will es werden

44-jähriger SPD-Stadtrat kandidiert für das Bürgermeisteramt

+
SPD-Ortsvorsitzender Martin Bruckner (l.) und Vize-Bürgermeister Hans Hopfner (r.) schicken Wolfgang Werner ins Bürgermeisterrennen.

Geretsried – Nach der CSU, der FDP und den Grünen hat sich nun auch der SPD-Ortsverband für einen Bürgermeisterkandidaten entschieden. Bei einem Pressegespräch in den Ratsstuben erklärte der SPD-Kreisvorsitzende, warum er sich dieser Herausforderung gerne stellt.

„Wir wollten unbedingt einen Kandidaten aus unseren Reihen stellen“, unterstrich SPD-Ortsvorsitzender Martin Bruckner. Er erinnerte an das Jahr 2004, als die Partei keinen eigenen Kandidaten aufstellte und die parteilose Cornelia Irmer unterstützt hat. „Das hat uns nicht gutgetan“, sagte Bruckner.

Der designierte Bürgermeisterkandidat Wolfgang Werner räumte ein, dass der Entschluss erst in ihm reifen musste. Als langjähriger Stadtrat und derzeitiger Sportreferent habe er viele Anträge geschrieben. Als Beispiel nannte er die Forderung nach einem kostenlosen Stadtbus, die bisher aufgrund bürokratischer Hürden und Einwänden des MVV, nicht durchgesetzt werden konnte. Zudem fordert Werner einen Mietspiegel und befürwortet das Modell der sozialgerechten Bodennutzung (SoBoN), das bisher jedoch nur beim geplanten Wohnbaugroßprojekt an der Banater Straße angewendet wird.

Der frühere Eishockeytorwart des damaligen TuS Geretsried begrüßt zudem die nahezu abgeschlossene Sanierung des Eisstadions und will sich für eine Gebührenbefreiung von Vereinen einsetzten, die das neue interkommunale Hallenbad nutzen wollen. „Ich war immer schon ein Tempomacher für Müller, jetzt möchte ich durchlaufen und selbst gewinnen“, gibt sich Werner selbstbewusst.

Seine Verbundenheit mit der Stadt ist groß. Der 1975 in Wolfratshausen geborene Finanzwirt wuchs in Geretsried auf. Seine Mutter stammt aus Schlesien, sein Vater aus Graslitz im Egerland. Der SPD trat Werner bereits 1997 bei. Der verheiratete Vater eines siebenjährigen Sohnes sitzt seit zehn Jahren im Stadtrat und will dort nun in führender Position die weitere politische Entwicklung prägen. Ein detailliertes Wahlprogramm will die SPD im Dezember vorstellen.Peter Herrmann

Auch interessant

Kommentare