„Ein riesen Kraftaufwand“

53. Schäftlarner Konzerte im Kloster starten wieder in die Saison

Konzertmeister Markus Wolf (l.) und daneben Dirigent Michael Forster (künstlerischer Leiter) zusammen mit den Musikern des Orchesters der Schäftlarner Konzerte.
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Eingespielt: Konzertmeister Markus Wolf (l.) und daneben Dirigent Michael Forster (künstlerischer Leiter) zusammen mit den Musikern des Orchesters der Schäftlarner Konzerte.
  • Daniel Wegscheider
    VonDaniel Wegscheider
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Schäftlarn – Märchen werden manchmal doch wahr: Zumindest sieht das Michael Forster so. Er ist künstlerischer Leiter der Schäftlarner Konzerte und freut sich, dass es wieder mit der Konzertreihe im Kloster Schäftlarn losgehen kann.

„Was was für eine Freude, endlich können wir in die Saison starten“, betont auch Anja Brandstäter, Kulturwirtin aus Wolfratshausen. „ Auch in diesem Jahr halten wir uns an die Corona-Bestimmungen und bieten an den Konzerttagen zwei Veranstaltungen an“, die jeweils eine Stunde dauern werden. Sie betont: „Für uns bedeutet die Durchführung einen riesen Kraftaufwand und sehr viel Glück.“

Los geht‘s mit„Wagner privat: Ständchen im Flur“, so nennen die Organisatoren das erste Konzert am Samstag, 12. Juni, um 19.30 Uhr. Denn der Komponist schrieb das Werk für seine Frau als Erinnerung an die Geburt ihres Kindes Sigfried, genannt „Fidi“. Uraufgeführt wurde es auf einer Treppe in Wagners Landhaus Tribschen bei Luzern“, berichtet Forster weiter. Die engen Platzverhältnisse machten die ganz besondere Kammerbesetzung nötig. Dem Stück geht Josef Gabriel Rheinbergers Nonett Op. 139 für Streichquartett und Bläserquintett voraus. „Diese musikalische Preziose wird zu Unrecht bei gängigen Konzert-Programmen vernachlässigt.“

„Werk verblüfft durch Klangfarben“

„Wanderung ins Weite“ – mit diesem Oktett bahnte sich Franz Schubert den Weg zur großen Sinfonie. „Es ist eines der schönsten Werke der Bläserkammermusi“, sagt Forster. Dieses wird dann am Samstag, 3. Juli, um 19.30 Uhr von den Musikern der Bayerischen Staatsoper gespielt.

Am 18. September steht die Streicherserinade Op. 2 des Komponisten Mieczysław Karłowicz auf dem Schäftlarner Programm. „Sicherlich wäre er heute einer der ganz großen polnischen Künstler, wäre er nicht durch ein Lawinenunglück mit nur 33 Jahren gestorben“, berichtet Forster. „Das Werk verblüfft durch seine Klangfarben.“ Daran knüpft dann das Konzert für Saxophon und Streichorchester von Alexander Glasunovs an: Erstmals steht an diesem Abend in der Klosterkirche ein Altsaxophon als Soloinstrument im Mittelpunkt. „Diese Meisterwerke werden durch die Spritzigkeit von Benjamin Brittens Simple Symphony hervorragend abgerundet“, so der künstlerischer Leiter der Schäftlarner Konzerte.

Mozart und Brahms bilden den Abschluss der Saison am 16. Oktober – ohne Violinen mit einem reinen Bläserprogramm. Und einmal mehr konzertieren Instrumentalisten des Bayerischen Staatsorchesters, der Münchner Philharmoniker und des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks.

Bei den Schäftlarner Konzerten gelten die gültigen Hygienekonzepte. Die Konzerte im September und Oktober finden jeweils um 17 Uhr und um 19.30 Uhr statt. Im Juni und Juli gibt es noch Restkarten (19.30 Uhr). Personalisierte Sitzplätze sind erhältlich über die Webseite: www.schaeftlarner-konzerte.de; Telefonische Bestellungen nimmt Susanne Rieder unter Tel: 08171/43 30-0 entgegen.

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