Kugler will Bürgermeister werden

56-jähriger Stadtrat kandidiert auf Wolfratshauser Liste

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Gehen zuversichtlich in den Wahlkampf: Bürgermeisterkandidat Richard Kugler (4. v. l. vorne) und die Kandidaten der Wolfratshauser Liste.

Wolfratshausen – 2008 verlor er als parteifreier Kandidat der CSU in der Bürgermeister-Stichwahl gegen Helmut Forster. Nun bewirbt sich Richard Kugler erneut um das höchste Amt in der Stadt. Bei der Aufstellungsversammlung im Restaurant Musto’s wählten ihn die 30 erschienenen Mitglieder der neu gegründeten Wolfratshauser Liste einstimmig.

In einer kurzen Vorstellungsrunde positionierte sich Richard Kugler klar gegen die Errichtung einer künstlichen Surfwelle in Weidach und den Bau einer 3,50 Meter hohen Mauer am geplanten Mehrgenerationenhaus neben dem altem Krankenhaus an der Sauerlacher Straße. „Ich sehe momentan viele Dinge, die man besser machen kann. Ich will mich einmischen und genau hinschauen“, kündigte er an. Investoren wie beispielsweise die Maro-Genossenschaft, die das Mehrgenerationenhaus bauen will, sollten sich strikt an Baugrenzen und bestehende Erbpachtverträge halten. „Die Herren von der Maro meinen, sie können machen, was sie wollen“, wunderte sich Kugler. Ohnehin müsse nach Ansicht des Bürgermeisterkandidaten die Kommunikation zwischen dem Rathaus und externen Dienstleistern verbessert werden. So sei die vor Kurzem errichtete Rechtsabbiegespur an der Kreuzung zwischen Margeriten-/Schießstättstraße viel zu eng ausgefallen. „Das hätte man durch vorherige Gespräche anders gestalten können“, glaubt Kugler. Unterstützung erfährt der 56-Jährige von seinem einstigen Konkurrenten im Bürgermeister-Wahlkampf, Helmut Forster. „Mir liegt Wolfratshausen am Herzen“, erklärte der Wirtschaftsreferent seine erneute Stadtratskandidatur. Als Dritter der einstimmig gewählten Liste dürfte seine Chancen auf einen erneuten Einzug ins Gremium intakt sein. „Wir wollen mindestens drei Plätze erreichen“, lautet die Vorgabe von Dr. Manfred Fleischer. Der Waldramer, der lange die Interessen der CSU im Stadtrat vertrat, ist zwar „nur“ auf dem fünften Listenplatz zu finden, dürfte aufgrund seines hohen Bekanntheitsgrades in der Stadt aber nicht chancenlos ins Rennen gehen. „Die Ideen der Bürger müssen wieder das Rathaus erreichen“, forderte Fleischer. Die geplante Versetzung des Marienbrunnens in der Altstadt will die Wolfratshauser Liste verhindern. Kürzer als die drei Stadträte fassten sich die anderen Mitglieder, die kommunalpolitisch bisher noch nicht in Erscheinung traten. „Ich möchte mich beteiligen, weil es mir so, wie es gerade läuft, nicht gefällt“, erklärte Listenplatzzweite Swantje Suthmann. Bis zur Kommunalwahl am 15. März wird auch sie viel zu tun haben, um die Interessen der Wolfratshauser Liste öffentlich zu vertreten. „Es wird viel Arbeit auf uns zukommen“, prognostizierte Helmut Forster. Um überhaupt zur Wahl zugelassen zu werden, gilt es zunächst einmal, 180 Unterschriften zu sammeln und im Rathaus einzureichen. Eine niedrige erste Hürde, denn der große Zuspruch für die Wolfratshauser Liste war schon bei der gut besuchten Aufstellungsversammlung spürbar. Peter Herrmann

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Die Stadtratskandidaten der Wolfratshauser Liste: 1. Richard Kugler, 2. Swantje Suthmann, 3. Helmut Forster, 4. Sibylle Steckermaier, 5. Dr. Manfred Fleischer, 6. Lisa Herold, 7. Hermann Paetzmann, 8. Stephan Berger (jeweils mit Doppelnennung), 17. Robert Freytag, 18. Peter Schmidt, 19. Matthias Graf von Schlieffen, 20. Anton Humpfner, 21. Josef Egold, 22. Hermann Ratte, 23. Isabel Hofmann, 24. Magdalena Demmel. Ersatzkandidat: Michael Krentscher

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