Gesunde Ernährung im Alter

AELF informiert anhand an Genussinseln im Seniorenheim St. Hedwig

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Buntes Potpourri: Den Bewohnern des Seniorenheims St. Hedwig wurde die Vielfalt der Kräuter und Gemüsesorten aufgezeigt.

Geretsried – Im Rahmen der bayernweiten Aktion „Mein Freiraum. Meine Gesundheit. In jedem Alter“ des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege lud das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Holzkirchen (AELF) jüngst zur Ausstellung „Genussvoll mitten im Leben“ ins Caritas-Seniorenheim St. Hedwig ein.

„Viele Altersbeschwerden lassen sich auf falsche Ernährungsgewohnheiten zurückführen“, weiß Dr. Stephan Gebrande. Der Humanmediziner des Landratsamtes begrüßte es deshalb, dass das Caritas-Seniorenheim St. Hedwig dem AELF den Veranstaltungssaal für die Ausstellung „Genussvoll mitten im Leben“ zur Verfügung gestellt hatte.

Vier themenspezifische Genuss- und Bewegungsinseln zeigten den Bewohnern des Seniorenheims auf, wie eine bewusste Ernährung mit nährstoffdichten Lebensmitteln im Alltag umsetzbar ist. Diätassistentin Irma Blüm forderte die rund 30 Besucher dabei zum Riechen und Schmecken verschiedener Brot- und Gemüsesorten sowie Kräuter auf. „Eine Herausforderung ist der mit zunehmenden Jahren sinkende Energieverbrauch und der gleichbleibende Bedarf an wichtigen Nährstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen und ungesättigten Fettsäuren“, erklärte Blüm.

Werden die Ernährung und die Bewegungsabläufe nicht an die veränderten Bedürfnisse des Körpers angepasst, könne es schnell zu Übergewicht mit den damit verbundenen Begleiterkrankungen kommen. „Dazu zählen beispielsweise Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes und Gelenkprobleme“, sagte Blüm. Negative Auswirkungen kann auch das nachlassende Durstgefühl haben. „Viele ältere Menschen trinken zu wenig und sind sich dessen nicht bewusst“, stellt die Diätassistentin fest. Eine Menge von etwa 1,3 bis 1,5 Liter pro Tag hält sie für Menschen über 65 Jahren ausreichend, um Mangelerscheinungen vorzubeugen. Blüm empfiehlt vor allem Wasser, das mit Limetten oder Kräutern geschmacklich bereichert werden kann. Selbstverständlich sei – zum Beispiel bei festlichen Anlässen – auch gegen ein Gläschen Wein oder eine Halbe Bier nichts einzuwenden.

Leicht umzusetzen sind auch Blüms Verzehrempfehlungen bei Obst und Gemüse. Gemäß der sogenannten „Fünf am Tag“-Regel sollten täglich mindestens fünf drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst gegessen werden. „Das entspricht rund 375 Gramm Gemüse und etwa 250 Gramm Obst“, rechnete Blüm vor. Das Maß für eine Portion sei die eigene Hand. „Daraus ergeben sich Mengen, die zu Alter und zur Körpergröße passen“, erklärte die AELF-Mitarbeiterin. Von einer ausschließlich veganen Ernährung rät die Expertin aufgrund der dann fehlenden Nährstoffe im Übrigen ab. „Vegetarisch ja, vegan nein“, brachte es Blüm auf den Punkt.Peter Herrmann

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