Günstige Corona-Schnelltests

Aktion im „Kunstturm“ am Schwankl-Eck wird bis Ende Januar fortgesetzt

Bieten unbürokratische Hilfe an: (v.l.) Gabriele Strauhal vom AWO-Demenzzentrum, Jugendreferentin Jennifer Layton, Ines Lobenstein (Caritas) und Daniela Satzinger (KIL) sowie Dr. Jens Klein und Bürgermeister Klaus Heilinglechner (hinten, v.l.).
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Bieten unbürokratische Hilfe an: (v.l.) Gabriele Strauhal vom AWO-Demenzzentrum, Jugendreferentin Jennifer Layton, Ines Lobenstein (Caritas) und Daniela Satzinger (KIL) sowie Dr. Jens Klein und Bürgermeister Klaus Heilinglechner (hinten, v.l.).

Wolfratshausen – Am Wolfratshauser Kunstturm gibt es weiterhin Corona-Schnelltests für bestimmte Bürger.

Covid-19-Tests, die Angehörige in Pflegeeinrichtungen besuchen wollten: Dies bieten seit Ende Dezember eine Privatinitiative in Zusammenarbeit mit der Stadt, Kulturverein Isar-Loisach (KIL), DLRG, Caritas und den Ärzten Jens Klein und Christian Hintermann im Kunstturm am Schwankl-Eck an. Der Bedarf ist so groß, dass die Aktion nun fortgesetzt wird.

Besucher, die einen Angehörigen in einem Pflegeheim besuchen wollen, müssen zuvor ein negatives Covid-19-Ergebnis vorlegen. Dabei sollten POC-Antigen-Schnelltests nicht älter als 48 Stunden und PCR-Labortests nicht älter als 72 Stunden sein. Um Bürokratie zu vermeiden und möglichst vielen Menschen zu helfen, stellt der KIL seine am Schwankl-Eck gemieteten Räume für die Durchführung von Schnelltests zur Verfügung. „Wir werden die Aktion noch bis Ende Januar fortführen“, versprach Ines Lobenstein von der Caritas.

„Viele Politiker fällen oft Entscheidungen, deren Tragweite sie nicht absehen können“, kritisierte Lobenstein. Denn vielen Bürgern fehle einfach das Geld, um 40 bis 80 Euro für einen Schnelltest auszugeben. Deshalb nutzen bisher über 250 Menschen das Angebot am Schwankl-Eck und hinterließen freiwillige Spenden.

Bürgermeister Klaus Heilinglechner (Bürgervereinigung Wolfratshausen) verwies darauf, dass in Kooperation mit der städtischen Seniorenbeauftragten Sibylle Gruber ein Geldbetrag für die Durchführung der Aktion zur Verfügung gestellt wurde. „Die erste Rechnung für Testkits von der Apotheke betrug 1.500 Euro“, erklärte der Rathauschef.

Schnelltest-Info:

Künftig wird für einen Schnelltest eine moderate Gebühr in Höhe von 20 Euro erhoben. „Für Inhaber der Sozialcard oder Leute mit geringem Einkommen bleibt das Angebot kostenlos“, so Lobenstein. Die Tests werden jeden Montag, Mittwoch und Freitag von 9 Uhr bis 11 Uhr am Wolfratshauser Kunstturm (Obermarkt 33) durchgeführt.

Gabriele Strauhal vom AWO-Demenzzentrum unterstrich, dass die Aktion eine Entlastung für die Pflegeeinrichtungen sei. „Wir haben nicht genügend Räumlichkeiten und speziell geschultes Personal, um die notwendigen Tests durchzuführen“, sagte sie. Und nicht jedem könne eine Fahrt zu einer kostenfreien Teststation in Bad Tölz zugemutet werden. Denn viele Senioren sind in ihrer Mobilität eingeschränkt und auf Busse angewiesen. Zudem sei die Wartezeit auf ein Testergebnis zu lange. „Solange der Bedarf da ist, müssen wir helfen“, erklärte Lobenstein. Peter Herrmann

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