Diskussion um Haltepunkte

Alpenbus: Landkreisvertreter diskutieren über Anbindungen

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Wann der Alpenbus als Queralpenverbindung startet, ist noch unklar.

Landkreis – Gut gedacht, aber der Teufel steckt im Detail: Der Alpenbus, den sich Ministerpräsident Markus Söder so sehr als Queralpenverbindung wünscht, löst durchaus heftige Diskussionen aus. Denn völlig unklar ist noch die Finanzierung des Projektes, ferner birgt die Frage nach den Anfahrpunkten Potenzial für hitzige Debatten unter den Landkreises in sich. Das zeigte sich bei der Sitzung des Planungsausschusses der Region 17 Oberland, die die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach, Weilheim-Schongau und Garmisch-Partenkirchen in sich vereint.

Im Zuge der Fortschreibung des Regionalplans diskutieren die Mitglieder des Planungsausschusses – Bürgermeister und Landräte – zusammen mit Vertretern der Regierung von Oberbayern die weitere Entwicklung der Region, auch in Sachen Verkehr. Sigrid Meierhofer, Bürgermeisterin von Garmisch-Partenkirchen, forderte, besser Murnau statt Weilheim in der Alpenbuslinie zu berücksichtigen. Da wäre insgesamt mehr Zeit gewonnen, rechnete sie vor. Widerspruch kam von Andrea Jochner-Weiß, Landrätin von Weilheim-Schongau. Denn: „Wenn der Bus nach Murnau fährt, dann tut er das hauptsächlich über Flur meines Landkreises – doch dann über ÖPNV-mäßig unattraktives Gebiet, das nicht über den Alpenbus erschlossen werden muss.“ Und der Landkreis Weilheim-Schongau müsste dann ordentlich dafür mit zahlen, nur damit Murnau nach Stopps in Bad Tölz und Penzbrg angebunden wäre. Jochner-Weiß: „Das müssen wir schon nochmals mit allen Landräten besprechen.“ Anton Speer, Amtskollege des Landkreises Garmisch-Partenkirchen, meldete sich gleich zu Wort: „Wenn Murnau nicht dabei ist, dann ist Garmisch-Partenkirchen gänzlich außen vor“, schoss er zurück. Und der Tölzer Landrat Josef Niedermaier fasste zusammen: „Manchmal habe ich den Eindruck, die in München sind sich nicht bewusst darüber, was die Planung des Alpenbusses alles auslöst.“ Allein die Frage, wie ein Bus über all die bestehenden Tarifzonen hinweg fahren könne, sei völlig ungeklärt.“

Thomas Kapfer-Arrington

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