Altkennzeichen: Landrat Niedermaier kritisiert Verkehrsministerium

VerWORren

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Im Unklaren sitzen die Behörden zur Umsetzung der „Altkennzeichen“: Landrat Niedermaier beklagte die Informationspolitik des Ministeriums.

Landkreis – Das Verwirrspiel um die Wiedereinführung der Altkennzeichen könnte größer nicht sein. Denn es gibt widersprüchliche Aussagen darüber, wer nun seitens des Landkreises grünes Licht für die Kfz-Signets gibt, der Landrat oder der Kreistag. Landrat Josef Niedermaier ist verärgert.

Sein Groll richtet sich nicht gegen die WOR-Schilder an sich, sondern gegen die Informationskette. „Offiziell wissen wir nämlich noch gar nichts.“ Im Kreisausschuss verschaffte sich Niedermaier Luft. „So ein Schmarrn“, sagte er mit Bezug auf die Information, dass offensichtlich er selbst darüber entscheiden kann, ob der Landkreis die WOR-Kennzeichen wieder einführen will. Oder ob er den Kreistag dazu befragen wird. Möglich ist beides, wie Niedermaier kurz vor der Sitzung vom Gelben Blatt erfahren hat, das diese Information wiederum vom Bayerischen Verkehrsministerium erhielt. Das Ministerium verwies darauf, dass Schäftlarner Bürger (früherer Altlandkreis Wolfratshausen, nun Landkreis München) kein förmliches Antragsrecht auf die Kennzeichen haben. Es könne nur eine Interessensbekundung beim zuständigen Kreis erfolgen. Was bedeutet: In Schäftlarn könnte das WOR-Kennzeichen laut Auskunft des Ministeriums nur dann wieder eingeführt werden, „wenn der Landkreis München die Wiedereinführung von WOR beschließt“. Kompliziert wird das Verfahren wohl auch deshalb, weil durch den geschlossenen Verbund der Landratsämter (Berchtesgaden, Garmisch-Partenkirchen, München Land, Miesbach, Rosenheim, Mühldorf, Traunstein und bald auch Starnberg) eben deren Zulassungsstellen die Kennzeichen der Partnerlandkreise ausgeben können. Niedermaier will dann einer Einführung zustimmen, „wenn saubere Vorschriften vorliegen, bis jetzt haben wir aber keine einzige offizielle Mitteilung erhalten“. Er selbst werde einen Tag in der Zulassungsstelle Wolfratshausen WOR-Kennzeichen ausgeben. „Ich hoffe, dass sich jeder Wolfratshauser Stadtrat blicken lässt“, sagte er. Eine Offerte, die Manfred Fleischer, Wolfratshauser CSU-Kreisrat, beim Schopfe packte: „Wenn Sie in der Zulassungsstelle arbeiten, dann können wir dort ja gleich eine Personalstelle einsparen.“ Thomas Kapfer-Arrington

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