Acht Gramm Marihuana für die Geburtstagsfeier

20-Jähriger Geretsrieder wird zum Drogenkonsumverbot verurteilt

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Symbolbild

Geretsried - Das Amtsgericht verurteilt einen 20-jährigen Geretsrieder zu moderater Geldstrafe. Weil er sich vor dem Amtsgericht geständig zeigte, fiel die Strafe gering aus.

„Ich rauche seit etwa zwei Monaten nichts mehr, weil es keinen Spaß mehr macht, dabei erwischt zu werden“, erklärte der Angeklagte. Im Sommer 2019 kaufte er für seinen Geburtstag von einem ebenfalls strafrechtlich verfolgten Geretsrieder acht Gramm Marihuana zum Preis von 130 Euro.

Damals habe der Angeklagte jeden zweiten Tag am Abend illegale Substanzen geraucht. Und das, obwohl bei ihm ein Herzfehler festgestellt wurde. „Ich habe beim Fußballspielen keine Luft mehr bekomme“, berichtete der 20-Jährige weiter. Eine Aussage, die Jugendgerichtshelfer Andreas Dlugosch trocken kommentierte: „Dann ist Kiffen natürlich nicht vorteilhaft.“ Er empfahl dem Gericht, ein einjähriges Drogenkonsumverbot, ein monatliches Drogen-Screening sowie die Teilnahme an einem FreD-Kurs (Frühintervention bei erstauffälligen Drogenkonsumenten) der Caritas zu verhängen. Zudem solle der junge Mann 250 Euro für eine gemeinnützige Einrichtung zahlen.

Richterin Friederike Kirschstein-Freund folgte diesem Ahndungsvorschlag. Das Geld geht an die Oberland Werkstätten und kann vom Angeklagten in fünf Monatsraten zu je 50 Euro abgestottert werden. „Finger weg von Drogen“, warnte Kirschstein-Freund. (ph)

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