Drogen am Isarufer

Amtsgericht verurteilt Lenggrieser zu 2.250-Euro-Geldstrafe

Ein Richterhammer.
+
Der Lenggrieser musste sich vor dem Amtsgericht verantworten.

Bad Tölz/Lenggries – Reumütig zeigte sich ein 26-Jähriger, der sich wegen des unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln vor dem Amtsgericht verantworten musste.

Am 24. April 2020 geriet der Lenggrieser am Tölzer Isarufer in eine Polizeikontrolle. Sichergestellt wurden jeweils 3,7 Gramm Marihuana und Kokain. Sieben Monate später kam es am Wolfratshauser Amtsgericht zur Verhandlung. „Ich habe schon mit 15 angefangen, Cannabis zu konsumieren“, berichtete der junge Mann. Aufgrund privater Probleme habe er dann auch härtere Drogen genommen. Nach Gesprächsterminen bei der Caritas-Suchtberatung entschloss er sich zur Abstinenz. „Das fällt mir nicht immer leicht, aber da muss ich durch“, gab der 26-Jährige zu. Demnächst wird er eine Entwöhnungstherapie antreten. Der Staatsanwalt hielt die im Strafbefehl vorgesehene Geldbuße in Höhe von 120 Tagessätzen zu je 25 Euro dennoch für angemessen. Rechtsanwalt Dr. Jost Hartman-Hilter bat aufgrund des mittlerweile vorbildlichen Lebenswandels seines Mandanten um eine deutliche Reduzierung der Geldstrafe. Richter Helmut Berger wertete die eingereichten Nachweise der Suchtberatung ebenfalls positiv und verurteilte den Mann schließlich zu 90 Tagessätzen zu je 25 Euro, sodass der Lenggrieser nun 2.250 Euro zahlen muss. „Jetzt ist ein für allemal Schluss mit dem Drogenkonsum“, versprach der Verurteilte.

ph

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kommentare