Müller bleibt Bürgermeister

Amtsinhaber setzt sich klar gegen drei Herausforderer durch

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Gibt weiterhin den Takt vor: Bürgermeister Michael Müller (CSU) darf sein Amt für weitere sechs Jahre fortführen.

Geretsried – Dass sich 62,15 Prozent der Wähler für eine Fortsetzung der Amtszeit von Bürgermeister Michael Müller entschieden haben, hätte er selbst in dieser Deutlichkeit nicht erwartet. Das Nachsehen hatten Martina Raschke (Bündnis 90/Grüne) mit 18,08 Prozent, Wolfgang Werner (SPD) mit 11,83 Prozent sowie Larry Terwey (FDP) mit 7,93 Prozent.

„Ein herzliches Dankeschön für diesen überwältigenden Vertrauensbeweis an alle Wählerinnen und Wähler“, ließ Müller über seine Facebook-Seite ausrichten. Aufgrund der Corona-Krise wurde das Wahlergebnis diesmal nicht live im Sitzungssaal des Rathauses sondern lediglich über die städtische Website bekanntgegeben. Die Parteien verzichteten auf Wahlpartys und trafen sich im kleinen privaten Kreis. So feierte Müller seinen Sieg mit seiner Familie und einigen Parteifreunden im Geltinger Gasthof „Alter Wirth“. Dort versprach er, die zum Teil noch nicht abgeschlossenen Großprojekte abzuschließen. Dazu zählen vor allem die Umgestaltung des Stadtzentrums „Neue Mitte“ und die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum auf dem ehemaligen Lorenz-Areal an der Banater Straße. Priorität habe für ihn nun aber erst einmal das Krisenmanagement und der Kampf gegen die Coronavirus-Ausbreitung.

Ebenfalls in Gelting – nämlich im griechischen Restaurant „Akropolis“ – trafen sich die Grünen. Bürgermeisterkandidatin Martina Raschke hatte 18,08 Prozent erreicht und sprach deshalb trotz anfänglicher Enttäuschung von einem guten Ergebnis.

„Es ist nicht die Stichwahl geworden, die ich mir gewünscht habe. Aber dennoch haben die Grünen gewonnen und zwar deutlich in der Sichtbarkeit“, stellte sie fest. Etwas hinter seinen Erwartungen blieb SPD-Bürgermeisterkandidat Wolfgang Werner zurück. Ein Stimmenanteil von 11,83 Prozent spiegelt in etwa auch den überschaubaren Zuspruch für die Genossen im Freistaat wieder. Werner ließ es sich nicht nehmen, Müller noch am Wahlabend telefonisch zur Wiederwahl zu gratulieren.

„Er hat keine nennenswerten Fehler gemacht“, respektierte er dessen Leistung. FDP-Kandidat Larry Terwey, dem ohnehin nur Außenseiterchancen eingeräumt wurde, freute sich über das Erreichen von 7,93 Prozent. Er wolle sich weiterhin in der Kommunalpolitik engagieren. Ob er das als Stadt- und Kreisrat tun darf, stand bei Redaktionsschluss des Gelben Blatts noch nicht fest. Peter Herrmann

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