Mobil-Homes für Obdachlose

An der Kohlstattstraße können künftig wohnungslose Tölzer unterkommen

Fünf Mobil Homes an der Kohlstattstraße
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Die fünf Mobil Homes an der Kohlstattstraße sollen ab dem neuen Jahr als Familiennotunterkunft für Tölzer bereit stehen.

Bad Tölz – Bis vor kurzem dienten sie Asylbewerbern in Reichersbeuern als Unterkunft. Jetzt stehen sie bereit, um obdachlos gewordenen Tölzern eine zeitlich begrenzten Unterschlupf zu bieten. Die Rede ist von fünf sogenannten Mobil-Homes, die jetzt an der Kohlstattstraße, östlich vom dortigen Sportplatzgelände, aufgestellt wurden.

Wie die Stadt Bad Tölz mitteilt, dienen die Mobil Homes dazu, dass im Notfall Tölzer Familien ein Dach über dem Kopf finden. Das kann dann der Fall sein, wenn, wie im Lettenholz ein Brand ausbricht oder bei einem sonstigen Notfall (wie im Sommer ein Gasalarm im Bereich der Mühlfeldkirche) Wohnungen geräumt werden müssen. Auch bei Familienstreitigkeiten oder einer Zwangsräumung muss eine Unterkunft für eine beschränkte Zeit bereit stehen. Zwar gibt es im Stadtgebiet mehrere Unterkünfte für „klassische Obdachlose“, doch man ist sich bei der Stadt bewusst, dass einheimische Familien nicht mit dieser Klientel zusammen wohnen können. Die Unterbringung von Familien ist eine Pflichtaufgabe der Kommune, eine teure noch dazu, denn allein für die fünf Hütten an der Kohlstattstraße wurden im Haushalt über 200.000 Euro eingeplant – für Kauf, Transport und die Abbruchkosten des ehemaligen Clubheimes sowie für den Anschluss an Kanal, Wasser und Strom. Zudem muss die Stadt für die Nutzung des Areals eine unerwartete Nutzungsentschädigung an das Wasserwirtschaftsamt Weilheim in Höhe von 35.000 Euro überweisen. Bei dem Gelände handelt es sich um ein Überschwemmungsgebiet der Isar, die bisherigen Mobil Homes wurden am neuen Standort deshalb etwas höher platziert. Karl Bock

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