Feier auf der Baustelle

Anwohner freuen sich über Sanierungsende an der Faulhaberstraße

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Seine Steckerlfische fanden reißenden Absatz: Edeka-Betreiber Klaus Heininger beim Waldramer Baustellenfest.

Waldram – Drei Monate – und damit länger als erwartet – dauerten die Sanierungsarbeiten auf einem etwa 260 Meter langen Abschnitt der Faulhaberstraße. Kurz vor der Freigabe der Hauptverkehrsader feierten die Anwohner dort ein Baustellenfest.

Im Juli hätten die Maßnahmen abgeschlossen sein sollen, nun wurde die Hauptverkehrsader erst am 7. August für den öffentlichen Verkehr freigegeben. Die Inhaberin des Gasthofes zur Post Jutta Gold und Edeka-Betreiber Klaus Heininger machten kurz vor der Freigabe aus der Not eine Tugend. Gemeinsam mit Anwohnerin Assunta Tammelleo, die auch als Inhaberin der Geltinger Kulturbühne Hinterhalt bekannt ist, organisierten sie ein Straßenfest.

Die Resonanz war besser erwartet. Denn schon zur Mittagszeit waren nahezu alle Bierbänke besetzt. Vor den Getränke- und Essenausgaben bildeten sich lange Schlangen, so dass Klaus Heininger fast im Akkord Steckerlfische grillte und auch der Leberkäse-Vorrat von Jutta Gold schnell zu Ende ging. Musikalische Beiträge der Reservisten-Blasmusik Geretsried und ein Auftritt des Sirenenchors des Kulturvereins Isar-Loisach trugen wesentlich zur guten Stimmung bei und minderten den Baustellfrust einiger Anwohner. „Die Sanierungsarbeiten waren ein Schildbürgerstreich und dauerten viel zu lange“, erklärte Assunta Tammelleo. Denn ihrer Ansicht nach ist der Gehweg zu stark verbreitert und die Fahrbahn zu sehr verengt worden. Weil sie ihr eigenes Haus in der Faulhaberstraße nicht direkt anfahren konnte, musste Tammelleo die Schmutzwäsche aus der Geltinger Kulturbühne Hinterhalt oft über ihren Gartenzaun werfen.

Über finanzielle Einbußen klagte Klaus Heininger. „Im Juni war’s am Schlimmsten, da sind meine auswärtigen Kunden einfach weggebliegen“, stellte er fest. Auch im benachbarten Gasthof zur Post kamen weniger Gäste als sonst. Während Heininger und Tammelleo das schwach besetzte Personal der Baustelle anprangerten, lobte der in der Nähe der Faulhaberstraße wohnende Unternehmer Thomas Berendonk den Einsatz der Bauarbeiter: „Ich hatte den Eindruck, dass da sehr fleißig gearbeitet wurde“. Peter Herrmann

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