„Arbeiten, arbeiten, arbeiten“

Wenngleich er über die Formulierung „Wunder von Kreuth“ etwas ins Schmunzeln gerät. Zumindest als „Tage der Geschlossenheit“ empfindet CSU-Stimmkreisabgeordneter Martin Bachhuber die Klausur der Christsozialen in Wildbad Kreuth dann schon. „Wir besinnen uns wieder auf unsere Stärken“, schlussfolgert er.

Die Aussprache mit der Parteispitze sei sehr sachlich gewesen, so Bachhuber im Nachklang der viertägigen Zusammenkunft, „und sehr offen“, schiebt er nach. So seien große Themenfelder angesprochen worden, um sich für das nächste Jahrzehnt zu wappnen, etwa im Bereich der Bildung. „Denn die ist die beste Sozialpolitik.“ Auch die Familienpolitik gelte es auszubauen. Freilich koste das Geld, zumal, wie Bachhuber weiter einräumte, „wir nicht die demographischen Entwicklungen übersehen dürfen“. Damit spielt er auf den Geburtenrückgang an, dem entsprechend begegnet werden müsse: etwa mit einer familiengerechten Einstellung der CSU. Er fordert hier im Sinne seiner Partei jede Menge Innovationen ein. Eingestimmt habe man sich auf diesen Kurs, berichtet Bachhuber, der entsprechend den eingeleiteten Zukunftsprozess seiner der CSU lobt. „Das ist der richtige Weg.“ Dass der durchaus noch steinig wird, leitet er an den zur Klausurtagung veröffentlichten aktuellen Umfrageergebnissen ab. 41 Prozent, auf die es die CSU derzeit brächte, stimmen den Heilbrunner Landtagsabgeordneten nicht glücklich. „Der Wähler nimmt eben so manche Vorgänge zur Kenntnis“, ärgert sich Bachhuber über die jüngsten Entwicklungen zur Landesbank und der Affäre um die „Hypo Alpe Adria“. Bachhuber will als CSU-Kreisvorsitzender der schwindenden Wählergunst entgegensteuern. Er kündigt eine aktive Einbeziehung der Ortsverbände und der CSU-Kreisorganisation an. Nur über das gemeinsame „Zukunftsprogramm Bayern“ könne man eine Stabilisierung erreichen. Doch dazu trage auch der Umstand bei, dass jetzt erst einmal keine Wahlen mehr anstünden, atmet Bachhuber durch. Insgesamt erkennt er noch großes Vertrauen in die CSU. Nun sei eben auch die Parteibasis gefordert, daran anzuknüpfen. „Langweilig wird’s nicht“, räumt Bachhuber ein und empfiehlt seinen Parteifreunden: „Jetzt heißt es arbeiten, arbeiten, arbeiten.“

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