Brunnen, Pflanzinseln, Kreisverkehr

Architekt Klaus Kehrbaum stellt erweitertes Konzept für Egerlandstraße vor

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Auf Höhe der Einmündung der Egerlandstraße in den Fasanenweg soll ein Kreisverkehr und eine Tiefgarageneinfahrt entstehen.

Geretsried – Bereits im Februar stellte Architekt Klaus Kehrbaum dem Stadtrat Pläne für die Gestaltung der Egerlandstraße im Bereich der „Neuen Mitte“ vor. Nun ging er gemeinsam mit dem Verkehrsplaner Dr. Benedikt Bracher vom Büro Schlothauer und Wauer ins Detail.

Demnach soll die Brunnenanlage an der Egerlandstraße vor dem neuen BGZ2-Gebäude entstehen und mit Rasen bewachsenen Inseln versehen werden. „Auf diesen grünen Kissen kann man dann sitzen oder liegen“, sagte Kehrbaum in der jüngsten Stadtratssitzung. Um den Platz zu vergrößern, wird die Fahrbahn verschwenkt. Ebenso wie am benachbarten Karl-Lederer-Platz soll an der Egerlandstraße Bitumen verlegt werden – ein Belag, der aussieht wie Terrazzo-Boden. „Zusammen mit dem Karl-Lederer-Platz wird das die größte Fläche dieser Bodenart in Deutschland“, versprach Kehrbaum. Er erinnerte in diesem Zusammenhang an einen Workshop, den die Stadt zur Oberflächengestaltung im Zentrum durchgeführt hatte. „Die Wünsche der Bürger waren Verkehrsberuhigung, hohe Aufenthaltsqualität, Wasser und Grün: Diese Forderungen wollen wir erfüllen“, stellte Kehrbaum klar. Der Architekt sieht die Brunnenanlage als „Fortsetzung des Wasserfilms am Karl-Lederer-Platz“.

Während sich Stadtrat Dr. Elmar Immertreu (Geretsrieder Liste) in der anschließenden Debatte mehr Grün an der Egerlandstraße forderte, sprach Karin Schmid (CSU) den Planern ein Lob aus. „Sie haben sich wirklich Mühe gegeben, den Wünschen der Bürger nachzukommen“, zeigte sie sich angetan. Dagegen sprach ihr Fraktionskollege Ewald Kailberth eine mögliche Gefahrenstelle an, die zwischen der Tiefgaragenzufahrt und dem geplanten Kreisverkehr auf Höhe des Isar-Kaufhauses entstehen könnte. „Was kann man ändern, um dieses Verkehrsrisiko zu entschärfen?“, fragte sich der CSU-Stadtrat. Verkehrsplaner Dr. Benedikt Bracher sieht dort indes keine Gefahr. „Am Ende der Rampe kann ein Autofahrer stehen bleiben und auf den Kreisverkehr achten“, erklärte er. Zudem könne Platz geschaffen werden, indem die Stadtbushaltestelle vom Fasanenweg an die Egerlandstraße verlegt und der Fasanenweg als Einbahnstraße gestaltet wird. Sein Büro habe bereits verschiedene Kreisverkehrsvarianten geprüft, die sich alle als leistungsfähig erwiesen haben. ph

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