Einsparungen beim Bürgerhaus

Architekten stellen neue Planung für 7-Millionen-Euro-Projekt vor

Geld
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Das Münchner Büro Nova Architekten musste seine vorgestellten Baupläne anpassen, um die vom Stadtrat gedeckelten Baukosten von 7 Millionen Euro nicht zu überschreiten.

Geretsried – Vor drei Jahren führte die Stadt einen Wettbewerb für die Errichtung eines Bürger- und Jugendhauses im Stadtteil Stein durch. Nun mussten das Münchner Büro Nova Architekten seine bereits im Juni 2020 vorgestellten Baupläne korrigieren, um die vom Stadtrat gedeckelten Baukosten von 7 Millionen Euro nicht zu überschreiten.

Bei der Konzeption stimmten sich die Architekten mit dem Trägerverein Jugend- und Sozialarbeit (TVJA) ab, der in Stein derzeit den Jugendtreff Ein-Stein betreibt. Demnach sollen in dem L-förmigen Gebäude Vorträge, Kurse und Kulturabende stattfinden. Vorgesehen sind ein Veranstaltungssaal für 144 Personen, der auch zweigeteilt werden kann sowie Multifunktionsräume im Erd- und Obergeschoss. Umkleideräume für Künstler sollen im Untergeschoss untergebracht werden. Bürgertreff und Jugendbereich liegen zwar eng beieinander, könnten aber getrennt genutzt werden. Die Wärmeversorgung soll über eine Pelletheizung erfolgen. Um Kosten zu sparen, wird die zunächst vorgesehene Profi-Küche durch eine einfache Haushaltsküche ersetzt. „Das bedeutet, dass Caterer ihr Geschirr mitbringen und in benutztem Zustand abtransportieren müssen“, erklärte Architektin Marina May im Stadtrat. Reduziert wurde zudem die Bühnenausstattung, die sich nur noch auf die notwendigen technischen Anschlüsse beschränkt. „Gestrichen haben wir auch die ursprünglich vorgesehene mobile Bühne, die mobile Trennwand in einem Gruppenraum und die Spielgeräte im Außenbereich“, berichtete May.

Rudi Mühlhans, Geschäftsführer des Trägervereins Jugend- und Sozialarbeit (TVJA), betonte in der Stadtratssitzung erneut die Notwendigkeit eines neuen Bürger- und Jugendhauses. Denn der bereits 2003 eröffnete Jugendtreff Ein-Stein habe sich zwar etabliert, entspreche aber nicht mehr den gewachsenen Anforderungen. Der TVJA will sich deshalb mit einem Beitrag von 150.000 Euro an dem Projekt beteiligen, zumal die Kostenschätzung der Nova Architekten mit 7,16 Millionen Euro knapp über der vorgegebenen Kostengrenze liegt. Bürgermeister Michael Müller (CSU) sicherte zu, dass sich die Stadt um Fördergelder für die fehlende Technik bemüht. Volker Witte (Grüne) vermisste in dem Entwurf Hänge- und Beleuchtungsvorrichtungen, die die Durchführung von Kunstausstellungen erleichtern würden. Der Stadtrat nahm den Vorentwurf ohne Beschluss zur Kenntnis. Der Baubeginn könnte laut Marina May im kommenden Jahr erfolgen. Mit der Fertigstellung wäre dann frühestens 2024 zu rechnen. Peter Herrmann

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