Gröbmaier will es von Wolfratshausen und Egling wissen

Anfrage zum Ascholdinger Bad

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Dietramszells Bürgermeisterin Leni Gröbmaier klopft bei Nachbarn an, um eine Beteiligung am Ascholdinger Bad auszuloten.

Dietramszell – Dietramszells Bürgermeisterin Leni Gröbmaier will’s wissen: Nämlich wie eine finanzielle Beteiligung von Wolfratshausen und Egling am Ascholdinger Bad aussehen könnte.

Damit greift die Bürgermeisterin eine Aussage von Wolfratshausens Bürgermeister Helmut Forster auf. Der hatte eine Beteiligung seiner Stadt an dem Bad in Ascholding nicht ausgeschlossen. Neben Wolfratshausen sei Egling durch die Verbindung im Schulverband Dietramszell-Egling ein „natürlicher Partner“ in Sachen Schulschwimmen, schreibt Gröbmaier an ihre Amtskollegen Forster und Hans Sappl. Und sie liefert anhand eines vier Jahre alten Sanierungskonzepts des Planungsbüros Fritz Planung GmbH – es wurde 2011 nochmals angepasst – gleich auch Zahlen. Je nach Sanierungsvariante (Variante 1: 1,16 Millionen Euro; Variante 2: 2,65 Millionen Euro; Variante 3: 2,8 Millionen Euro und Neubau: 3,2 Millionen Euro) würden auf die Nachbarn Anteilskosten zwischen 778.118 Euro und 2,1 Millionen Euro (Wolfratshausen) sowie auf Egling 194.529 Euro bis 534.369 Euro entfallen. Anders als das Geretsrieder Konzept sieht die Dietramszeller Studie keine Beteiligung des Landkreises oder Icking vor. „Bisher wurde die Förderung wegen Unwirtschaftlichkeit des Hallenbades abgelehnt“, heißt es. Allerdings: „Eine weitere Anfrage zu eventuellen Fördermöglichkeiten kann erst nach Zusage der beiden Kommunen in Betracht kommen“, betont Gröbmaier. Die Bürgermeisterin wirbt für einen Konsens. Denn „wir sollten unseren Kindern in Zukunft Schulschwimmen anbieten.“ Durch eine „kluge und starke interkommunale Zusammenarbeit“ könne dies auch gelingen, meint Gröbmaier. Die Offerte von Forster, wonach das Ascholdinger Bad zu erhalten wäre, lobt die Rathauschefin. Schließlich gebe es dann im Nordlandkreis zwei Alternativen für ein gutes Schwimmangebot: „Ein Nordlandkreishallenbad in Geretsried mit Beteiligung des Landkreises und anderer Kommunen. Oder ein Geretsrieder Bad mit oder ohne Landkreis und einigen Gemeinden – sowie zusätzlich eben das Hallenbad in Ascholding.“ Alle Verantwortlichen würden laut Gröbmaier ein „trauriges Beispiel“ abgeben, wenn man bei den vorhandenen Möglichkeiten am Ende mit leeren Händen dastünde. Deshalb erhofft sie sich Auskunft über mögliche Beteiligungen ihrer Nachbarn. Thomas Kapfer Arrington

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