Wuseln wie eine Waldmaus

Auf dem Erlebnispfad im Bergwald können sich Forscher ausprobieren

Nele in einem ausgehöhlten Baumstamm
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Wie im Tunnel: Käfer und Insekten haben den großen Baumstamm ausgehöhlt, sodass die kleine Nele locker hinein und dadurch passt.
  • Franca Winkler
    VonFranca Winkler
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Wolfratshausen – Unsere Serie „was tun mit den Kindern“ führt uns als nächstes in den Bergwald von Wolfratshausen. Der knapp zwei kilometerlange Entdeckungspfad ist auch für kleine Kinder gut geeignet.

Hinter der Kirche der Wolfratshauser Altstadt geht es über einige Stufen hinauf zum Startpunkt, der eine Weitsicht über die Stadt und das Voralpenlandes eröffnet. Vor uns liegen 15 Stationen bei denen kleine und große Entdecker den Wald mit allen Sinnen erleben können.

Zusammen mit der Bayerischen Forstverwaltung hat sich Lupus, der Wolf des Bergwaldes, auch einige Fragen überlegt. Keine Angst, schwer sind diese nicht zu beantworten, wenn die Kleinen beim Studieren der Stationen auch gut aufpassen. Die 16 Fragen des Lehrpfades im Buchenmischwald können übrigens vorab online auf www.tourismus.wolfratshausen.de abgerufen werden.

Gleich zu Beginn wird erklärt warum der Waldboden so wichtig für unser Trinkwasser ist und was es mit der Schwammfunktion auf sich hat. Mit einem Becher, der an der Station angebunden ist, können Kinder dort Wasser schöpfen und beobachten, wie schnell Wasser fließt. Wird das Wasser auf einen Kasten mit nachgebauten Waldboden gegossen, sickert dieses dann ganz langsam durch. „Da kommt ja fast nichts heraus“, staunen die achtjährige Nele und ihr dreijähriger Bruder. An dieser Station verbringen wir noch eine ganze Weile, da auch das kleine Bächlein nebenan zum Spielen einlädt. Wie immer, wenn kleine Forscher mit Wasser experimentieren, schadet eine Matschhose nicht.

Entlang des schmalen Pfades haben wir regelrecht das Gefühl, dass uns der Wald verschluckt und wir uns ganz auf alle Gerüche und Geräusche der Natur konzentrieren können. Einfach abtauchen und ganz bei sich selbst und der Natur sein, tut einfach gut. Wird es auf dem abwechslungsreichen Pfad steil, gibt es Stufen und Geländer, um weiter zu kommen. Für den kleinen Luca ist das schon fast eine Bergsteiger-Tour. Voller stolz schwingt er seine Beinchen nach oben. „Mama, schau mal wie viel Kraft ich habe.“

Mit Feuereifer wird nach weiteren Stationen Ausschau gehalten und selbst als Erwachsener lernt man einiges: etwa wie oft eine Biene für 300 Gramm Honig ausfliegen muss. Die Antwort wird hier aber nicht verraten, die gibt es im Bergwald zu finden. Spannend für alle war auch, wie groß die eigene Spannweite der Arme im Vergleich zu den Flügeln verschiedener Vögel ist, wie Eichhörnchen „telefonieren“ oder wie weit einzelne Tierarten springen können. Eine Markierung zeigte an, wie weit man selbst gesprungen ist. Luca schaffte die 80 Zentimeter einer Waldmaus, Nele sogar die Sprungweite einer Heuschrecke.

Spannend für alle war auch, wie groß die eigene Spannweite der Arme im Vergleich zu den Flügeln verschiedener Vögel ist.

Nach knapp zwei Stunden ausgiebigem Forschen inklusive Picknick-Pause, haben wir mit neuem Wissen unseren Ausgangspunkt wieder erreicht. Der Erlebnispfad im Bergwald hat wirklich für alle Sinne und jedes Alter viel zu bieten.

In der Reihe „Was tun mit den Kindern..?“ begeben wir uns im Landkreis auf Suche nach Beschäftigungsideen für draußen und drinnen.

Lesen Sie hier weitere Beiträge zur Serie:

Keine Ausreden Hoch die Beine - Fit halten an drei Stationen beim Bewegungsparkours im Geretsrieder Stadtwald;

Hier ist eindeutig der Weg das Ziel: Der attraktive Wasserfall-Pfad lädt zum Verweilen ein;

Flößerpfad für Kinder: „Wolfi“ lädt Familien ein die Flößerei entlang der Loisach zu entdecken;

Kinder können wie Künstler malen: Ein Online-Kurs inklusive Utensilien der Tölzer Jugendförderung macht es möglich;

Stadt, Land, Fluss - Bei der Wanderung entlang der Isar bis hinauf zum Kalvarienberg kommt jeder auf seine Kosten;

Renaturierung hautnah erleben entlang des Isar-Naturpfades vom Kloster bis zum Wehr.

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