Aus dem Gemeinderat

Ausbau Digitalfunk: 40-Meter-Mast ensteht an der Lenggrieser Kläranlage

Ortsschild Lenggries
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Der Digitalfunk wird in Lenggries ausgebaut.

Lenggries - In Lenggries soll das Digitalfunknetz für Rettungs- und Einsatzkräfte ausgebaut werden. Dafür plant die Gemeinde einen neuen Funkmast an der Kläranlage.


Das BOS-Digitalfunknetz ist weltweit das größte Funknetz. Damit verfügen Einsatzkräfte der Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst sowie des Katastrophenschutzes über ein modernes Kommunikationsmittel. Doch in und um Lenggries gibt es laut Techniker noch unterversorgte Flächen. Das soll sich nun ändern.

„Hier gibt es noch einige Funklöcher“, wie das Kompetenzzentrum für BOS-Digitalfunk herausgefunden hat, das beim Bayerischen Landeskriminalamt angesiedelt ist. Vier unterversorgte Bereiche mit schlechtem Empfang gibt es noch, wie zwei anwesende Vertreter der Behörde am Montagabend im Lenggrieser Gemeinderat erklärten: in einem Streifen von Lenggries über Schlegldorf bis Arzbach, in der vorderen Jachenau, im Isartal oberhalb von Hohenwiesen sowie im Bächental südlich von Fall.

Drei neue Funkmasten geplant

Dafür müssen drei neue Funkmasten her: Einer wird bereits am Standort „Kotzen“, an dessen Abhängen in Talnähe, errichtet, um das von vielen Almleuten, Wanderern und Mountainbikern frequentierte Bächental besser abzusichern. Ein weiterer Funkmast ist am Standort „Grasleitenkopf“ geplant. Auch dort nicht auf dem Gipfel, sondern weit unterhalb am Hang. Er deckt die Jachenau und nach Südwesten das obere Isartal ab.

Und um den Bereich Lenggries-Arzbach besser abdecken zu können, haben die Fachleute dem Gemeinderat auf der anderen Seite der Isar einen gut 40 Meter hohen neuen Funkmasten auf dem Gelände der Lenggrieser Sammelkläranlage vorgeschlagen.

Wenn alle neuen Masten stehen, dann können demnach im Gegenzug manche bestehenden, höher gelegenen Standorte stillgelegt werden, bei denen es sich herauskristallisiert hat, dass sie innerhalb des Gesamtnetzes einen Wellensalat erzeugen und mehr stören als nützen.

Digitalfunkausbau teuere Angelegenheit

Der Ausbau des BOS-Digitalfunks kann im Einzelfall eine ziemlich teure Angelegenheit sein: Wie mitgeteilt wurde, wird allein die Verlegung eines Stromkabels zum weitab gelegenen Masten im Bächental rund eine Million Euro kosten. „Steht solch ein Aufwand überhaupt noch in einem vernünftigen Verhältnis zum Nutzen“, fragte ein Gemeinderat. „Was ist uns im Notfall ein Menschenleben wert“, fragte der Fachreferent zurück und betonte, ein flächendeckendes Funknetz sei deshalb das erklärte politische Ziel.

Hinter verschlossenen Türen ging es dann im Gemeinderat noch um die vertraglichen Modalitäten, die den Standort am gemeindlichen Klärwerk betreffen. Wie Bürgermeister Stefan Klaffenbacher (FWG) auf Nachfrage mitteilte, hat man sich in allen Detailfragen verständigen können. Damit steht also auch diesem Standort nichts mehr im Wege. Rainer Bannier

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