37 Wagen beim Zeller Lehards1

Auslosung der Zug-Reihenfolge für die traditionelle Wallfahrt 2019

+
Aufmerksam verfolgten (v.re) Bürgermeisterin Leni Gröbmaier, Zweiter Bürgermeister Michael Häsch, Dekan Thomas Neuberger und Chef-Organisator Hans Kanzler die Auslosung der Zugreihenfolge für die Dietramszeller Leonhardi-Fahrt 2019.

Dietramszell – „Heuer haben wir wieder zwei Wägen mehr“, freute sich Hans Kanzler, der Chef-Organisator der Dietramszeller Leonhardifahrt, als am vergangenen Freitag die Zugreihenfolge für das diesjährige „Lehards“ im Biergarten des Gasthauses Peiß ausgelost wurde. Insgesamt werden heuer 37 Wagen, Gespanne und Kutschen an der traditionellen Wallfahrt teilnehmen. Wie üblich, immer am dritten Samstag im Juli, heuer also am 20. Juli mit Wallfahrt, Umritt samt Pferdesegnung an der Leonhardi-Kapelle, Bierzelt und Jahrmarkt.

„Ich freue mich wirklich auf mein erstes Dietramszeller Lehards“, betonte da auch Dekan Thomas Neuberger: „Wie ich gehört habe, ist die Wallfahrt hier sehr familiär.“ Die Wallfahrt nach St. Leonhard, im Volksmund „Zeller Lehards“) genannt, ist bereits seit der Zeit um 1578 bis 1591 bezeugt. Als im Jahre 1685 in der Gegend von Dietramszell eine Pferdeseuche grassierte, versprach Propst Marcellinus Obermayr vom örtlichen Augustiner-Chorherrenstift den Bau einer Kapelle zu Ehren des Hl. Leonhard, wenn die Pferde des Klostermeierhofes verschont blieben. Seine Bitte erfüllte sich. Er ließ ein Kirchlein – den Vorläufer der heutigen Wallfahrtskirche – errichten und das Kirchweihfest alljährlich festlich begehen an jedem dritten Samstag im Juli. Seither findet der Dietramszeller Lehards statt mit Gottesdienst, Umritt, Jahrmarkt und Festzelt. Für den neuen Gemeinde-Geistlichen ist heuer die insgesamt 362. Ausgabe des alljährlichen Zeller Großereignisses die Premiere.

Mit Spannung erwarteten die „Rosserer“ dann das Resultat der Auslosung. Gesetzt sind in Dietramszell die Wägen eins bis vier, Kutschen mit Bürgermeister und Pfarrer, Ehrengästen und Musikkapelle. Heuer folgt dann als Nummer fünf der Tafelwagen der Familie Suttner aus Untermühlthal als erstes ausgelostes Gespann. Den Abschluss bildete schließlich der Zweispänner des Königsdorfers Klaus Mayer. Wie Hans Kanzler bekanntgab, wird zudem eine Gruppe der Reiterstaffel der Polizeidirektion Süd als Vorreiter fungieren.

„Ohne euch Rosserer wäre das alles nichts. Schön, dass ihr da seid“, betonte Bürgermeisterin Leni Gröbmaier in ihrer Begrüßung. Sie verwies darauf, dass das Zeller Lehards noch sehr traditionell als echte Wallfahrt abläuft. Zudem betonte sie, dass man hier, „als echte Leonhardi-Gemeinde, eigentlich das ganze Jahr über an diesen Festtag denkt.“ So wurde auch bei den Plänen zur Dorferneuerung in der Dietramszeller Ortsmitte daran gedacht, dass vor der Kirche noch genügend Platz zur Durchfahrt der Leonhardiwagen bleibt.

Jetzt fiebern im Ort alle dem Samstag, 20. Juli, entgegen, wenn gegen 12.30 Uhr das „Zeller Lehards“ beginnt.Ewald Scheitterer

Auch interessant

Meistgelesen

Amtsgericht: 61-jähriger Anwohner behindert Räumarbeiten
Amtsgericht: 61-jähriger Anwohner behindert Räumarbeiten
Trotz Regenwetter: Viele Schaulustige bei Tölzer Truckertreffen am Moraltpark
Trotz Regenwetter: Viele Schaulustige bei Tölzer Truckertreffen am Moraltpark
Staatsminister Bernd Sibler zeigt sich beeindruckt vom Erinnerungsort
Staatsminister Bernd Sibler zeigt sich beeindruckt vom Erinnerungsort
Neuaufstellung Nahverkehrsplan: erste Zwischenbilanz im Umweltausschuss
Neuaufstellung Nahverkehrsplan: erste Zwischenbilanz im Umweltausschuss

Kommentare