Ausschreibung noch heuer

Der Lenggrieser Bürgermeister Werner Weindl ist sich sicher, dass es noch heuer zur Ausschreibung kommt.

Noch heuer wird es eine definitive Zusage geben, ob das Streckennetz der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) zur Ausschreibung gelangt. Darüber ist sich zumindest der Lenggrieser Bürgermeister Werner Weindl sicher. Denn im Gespräch mit dem Gelben Blatt sagte er: „Die Zeit drängt, denn der Vertrag läuft 2013 aus.“

Fest steht für den Rathauschef eines: 2014 muss der neue (oder alte) Betreiber das Steuer in die Hand haben. Ob BOB oder Deutsche Bahn, die ja bekanntlich auf eine Ausschreibung des in de schwarzen Zahlen gesteuerten Streckennetzes der BOB drängt, dann die Züge stellen, ist auch Weindl nicht klar. Doch hegt er persönlich die Hoffnung, dass alles beim Alten bleibt. Lenggries habe sich mit der BOB gut arrangiert, sagte Weindl und hob vor allem hervor, dass die BOB am Ort immerhin 40 Arbeitsplätze stelle. Die müssten indes auch weiterhin bestehen. „Denn das wird Teil der Ausschreibung.“ Wie auch der Fortbestand der Wartungshallen in Lenggries, versicherte Fritz Czeschka, der Geschäftsführer der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG). Die BEG plant, finanziert und kontrolliert den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) in Bayern und handelt im Auftrag des Bayerischen Verkehrsministeriums. Die Werkstatthallen könnten laut Bürgermeister Weindl ein Pluspunkt für die BOB sein. Denn für ihn stellt sich die Frage, ob sich die Bahn eine weitere Liegenschaft antun wolle. „Denn die DB hat ja ihre eigenen Wartungseinrichtungen in München.“ Weindl betonte abermals, dass er auf die Fortsetzung der BOB als Betreiberin der Strecke nach Lenggries hofft. Denn die Bayerische Oberlandbahn habe sich in der Region wahrlich gut eingelebt und unterstütze längst auch örtliche Vereine. Czeschka sieht in der Ausschreibung viele Vorteile. Am Ende gehe darum, Verbesserungen für den Fahrgast zu erzielen. Und die erreiche man am besten über Ausschreibungen. Dass dieses Verfahren zur Streckennetzvergabe durchaus vorteilhaft sein könne, setze sich mittlerweile auch in den Köpfen der Fahrgäste fest, „wenn auch sehr langsam“, wie Czeschka einräumt. Um den vielen Spekulationen den Riegel vorzuschieben, hofft er auf einen möglichst schnellen Kabinettsbeschluss „pro Ausschreibung“. Wie Weindl erkennt auch Czeschka ein immer enger werdendes Zeitfenster für die europaweite Ausschreibung. Dennoch: „Machbar ist die bis Ende 2013 schon noch.“ Schließlich handele es sich nicht um ein komplett neues Streckennetz.

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