Heimische Künstler im Fokus

Ausstellung belebt Loisachhalle: 105-Jähriger stellt Modellbauschiffen aus

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Erich Külker (r.) eröffnete zum 33. Mal die Ausstellung „Heimische Künstler“. Bürgermeister Klaus Heilinglechner (2. v. r, vorne) und Dritter Landrat Klaus Koch (4. v. r., vorne) applaudierten..

Wolfratshausen – Vor 33 Jahren organisierte der Wolfratshauser Hobbymaler Erich Külker erstmals eine Ausstellung mit den Werken „heimischer Künstler“. Mittlerweile hat sich die Veranstaltung etabliert.

Obwohl sich Külker fünf Tage vor der Eröffnung in der Loisachhalle einer Herzoperation unterziehen musste, wollte der 81-Jährige unbedingt bei der zweitägigen Ausstellung dabei sein. Schließlich ging für den Organisator eine Ära zu Ende. „Meine Tochter Christine Bielik wird künftig die Organisation übernehmen“, sagte Külker.

Bürgermeister Klaus Heilinglechner, der erneut die Schirmherrschaft übernommen hatte, zollte ihm Respekt. „Die Kunst ist Ihr Lebenselixier: Ich werde diese Ausstellung auch weiterhin gern unterstützen“, versprach der Rathauschef an. Ähnlich begeistert zeigte sich Dritter Landrat Klaus Koch. „Eine Stadt ohne Kunst wäre eine Stadt ohne Menschlichkeit“, erklärte der Beuerberger. Nach seinen Grußworten präsentierten 43 Künstler, darunter acht neue Aussteller, rund 900 Werke.

Ältester war erneut Heinz Kunze. Der 105-Jährige kam wie schon in den letzten Jahren mit seinen filigran angefertigten Modellbauschiffen in die Loisachhalle. „Ich würde jedem Rentner empfehlen, sich künstlerisch zu betätigen statt die Zeit einfach wegzuwerfen“, empfahl der Wolfratshauser. Nicht einmal halb so alt wie Kunze ist Daniela Satzinger. Die Wolfratshauserin prangerte in ihrer Bilderreihe „Weltgeschichten“ Missstände wie die fortschreitende Klimaerwärmung und Kriege an. Keinen sozialkritischen Hintergrund haben die Bilder von Gerd Wellner.

Der Vorsitzende des Geretsrieder Fotoclubs zeigte eindrucksvolle Naturaufnahmen, die zum Teil in den Isarauen gemacht wurden. „Viele kennen seltene Pflanzen wie die Akeleiblättrige Wiesenraute oder den Frauenschuh leider nicht mehr“, beschreibt Wellner seine Motivation. Auf die vielen schönen Plätze in seiner Heimatstadt Wolfratshausen machte der Dokumentarfilmer Sigi Menzel anhand von selbst gestalteten Postkarten aufmerksam. „Es gibt hier charmante Substanz, die leider viel zu wenig gezeigt wird“, erklärte Menzel. An einem anderen Stand zeichnete der Eglinger Gottfried Schwedler auf Wunsch Porträts von Besuchern. Einer von ihnen war der Wolfratshauser Herbert Feichtner, dem das Ambiente in der Loisachhalle aufgrund der helleren Beleuchtung diesmal sogar noch besser gefiel als in den Vorjahren. Peter Herrmann

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