Drei Häuser – ein Anliegen

Ausstellung im Rathaus-Foyer zeigt ausdrucksstarke Bilder

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Vermittelte Einblicke in die Gedankenwelt der Bewohner von Betreuungseinrichtungen: Dekanats-Seelsorgerin Eva Buchner (l.).

Geretsried – Bis zum 30. August ist im Foyer des Rathauses eine Ausstellung von Werken, die Bewohner des Seniorenheims Schwaigwall, des Pflegeheims St. Ursula und der Sozialtherapeutischen Einrichtung Haus Gartenberg angefertigt haben, zu sehen.

„Wenn die Stimme versagt, kann man sich auch durch Collagen und Zeichnungen ausdrücken“, glaubt Anita Zwicknagl. Die Mitarbeiterin des Geretsrieder Kulturamts eröffnete gemeinsam mit Dekanats-Seelsorgerin Eva Buchner die Vernissage der Ausstellung „Drei Häuser – ein Anliegen“. Dabei haben die Bewohner von drei Betreuungseinrichtungen unter dem Motto „Stimmungen, Erinnerungen, Gefühle“ ihre Gedanken zu Papier gebracht. Initiiert wurde die Ausstellung, die bereits im Frühjahr im Foyer des Pfarrzentrums der Heiligen Familie am Johannisplatz zu sehen war, von Eva Buchner und Diakon Michael Baindl. Zu sehen sind rund 100 Werke, die unter Anleitung von Kunsttherapeutinnen entstanden. Die Vielfalt reicht von Gemälden über Porträts und Landschaftsmalereien bis hin zu gezeichneten Robotern. „Die Bewohner zeigen uns ihre kleine Welt, die sich von der Welt außerhalb der Einrichtungen unterscheidet“, sagte Buchner. Anlässlich der Vernissage las sie auch Gedichte von Arthur Zimprich vor. Das erkrankte Mitglied des Arbeitskreises Historisches Geretsried (AHG) verarbeitet auf diese Weise den Alltag in einer Betreuungseinrichtung. Zudem präsentierte der Chor des Pflegeheims St. Ursula eine Komposition von Franz Schubert sowie modernere Lieder. So bekamen die Ausstellungsbesucher schon am Eröffnungstag abwechslungsreiche Eindrücke von der Kreativität der Bewohner vermittelt.

Peter Herrmann

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