Keine Bau in Hanglange

Tölzer Bauausschuss lehnt Antrag auf Schafstall in Karwendelsiedlung ab

Hangkanten sind besonders schützenswert: deshalb werden dort Bauvorhaben nicht genehmigt, wie hier am Beispiel in der Karwendelsiedlung in Bad Tölz.
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Hangkanten sind besonders schützenswert: deshalb werden dort Bauvorhaben nicht genehmigt, wie hier am Beispiel in der Karwendelsiedlung in Bad Tölz.

Bad Tölz – In der Tölzer Karwendelsiedlung wird aktuell viel gebaut.

Ein weiteres Vorhaben im Bereich Brauneckstraße/Birkkarstraße dürfte jedoch kaum Aussicht auf Realisierung haben, wie jetzt im Bauausschuss des Stadtrates deutlich zum Ausdruck gebracht wurde.

Bereits im September 2017 war der Vorbescheidsantrag zum Neubau eines Einfamilienhauses vom damaligen Bauausschuss abgelehnt worden. Im April 2018 hatte die Bauaufsichtsbehörde im Landratsamt das Vorhaben ebenfalls abgelehnt. Daraufhin hatten die Bauherren eine Klage gegen den Freistaat Bayern eingereicht, die im Juli 2019 vom Verwaltungsgericht München abgewiesen worden war.

Nun wurde, wie Stadtbaumeister Florian Ernst und Bauamtsleiter Christian Fürstberger in der Sitzung ausführten, ein fast identischer Bauantrag eingereicht, bei dem aber nach wie vor die dortige Hangkante „in ihrer Ruhelage gestört“ werde. Zudem würde dadurch eine erstmalige „Bebauung in zweiter Reihe“ entstehen. Nachdem Bürgermeister Ingo Mehner (CSU) erklärt hatte, dass das auf dem vorgesehenen Grundstück im Plan eingezeichnete Gebäude kein Haus, „sondern ein Schafstall“ sei, wurde das erneute Vorhaben nach kurzer Diskussion einstimmig abgelehnt. Begründung, die gleiche wie 2017. Das Gebäude würde unter anderem das Ortsbild beeinträchtigt und einen Bezugsfall für weitere Vorhaben „in der zweiten Reihe“ schaffen. bo

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