Feuer gefangen

Bad Tölz bewirbt sich um „Special Olympics“ Winterspiele für 2023

Das Feuer der Special Olympics-Wettbewerbe konnte 2023 in Bad Tölz brennen.
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Das Feuer der Special Olympics-Wettbewerbe konnte 2023 in Bad Tölz brennen.

Bad Tölz/Landkreis – Begeisterung löste Kurdirektorin Brita Hohenreiter jüngst in der Stadtratssitzung aus: Bad Tölz könnte nämlich im Jahr 2023 Ausrichtungsort der „Special Olympics“ Winterspiele werden.

Dabei messen sich Menschen mit geistigen und teils mehrfachen Behinderungen aus ganz Bayern in Sportarten wie Eiskunstlauf, Shorttrack, Floorball, Klettern, Schneeschuhlauf, Ski alpin und Snowboard, Langlauf und Eisstock-Schießen. Veranstalter ist der bayerische Landesverband der Sportorganisation „Special Olympics Deutschland“ (SOD).

Wie Hohenreiter im Kurhaus berichtete, werden 600 bis 700 Athleten erwartet. Dazu kommen 200 Trainer und Betreuer, 250 freiwillige Helfer und 100 Offizielle. Stattfinden sollen die Winterspiele in einer Woche Anfang März 2023. Von der Gastgeberkommune wird ein umfangreiches Angebot an Sportstätten, Werbung, Unterstützung und Organisation erwartet. Insgesamt rechnet Hohenreiter mit einem Kostenaufwand von etwa 60.000 Euro. Auf der Habenseite stehen eine überregionale Berichterstattung und Aufmerksamkeit, eine positive Positionierung des Inklusionsgedankens und eine nicht unerhebliche Wertschöpfung im Bereich Hotellerie, Gastronomie und Handel.

Bei der Diskussion im Stadtrat zeigten sich sowohl Willi Streicher und Filiz Cetin (beide SPD) wie Karsten Bauer (CSU) und Johann Pfund (Grüne) begeistert von der Idee der Bewegung. Anton Mayer (CSU) wollte wissen, ob gerade „in der gästearmen Winterszeit die Stadt Tölz ausreichend Betten zur Verfügung hat“. Wie Hohenreiter ausführte, könne die Stadt nicht alle Gäste in Tölz unterbringen. Zudem werden für die Spiele auch Sportstätten der nähere Umgebung wie Lenggries mit dem Brauneck mit einbezogen.

Die Bewerbung für die „Special Olympics“, die bis zum Jahresende erfolgen muss, wurde einstimmig von den Räten befürwortet, auch die entsprechenden Finanzmittel sollen bewilligt werden. Ob Bad Tölz allerdings zum Zug kommt, ist derzeit noch völlig offen. Denn die Isarkurstadt ist nicht der einzige Bewerber, der bis Ende des Jahrs seinen Hut in den Ring wirft. Eine endgültige Entscheidung wird am 10. Juli 2021 in Regensburg fallen.

Bürgermeister Ingo Mehner (CSU) ist indes „selbstbewusst“ den Tölz biete „extrem gute Rahmenbedingungen, wie Eisstadion, Kletterhalle und Eisstockbahnen“. Karl Bock

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