Mehr Polizeikontrollen in Bad Tölz

Ruhestörung und Vandalismus: Das sagt Bürgermeister Mehner dazu

Der Tölzer Bürgermeister Ingo Mehner geht konsequent gegen Vandalismus und Verschmutzung in der Stadt vor.
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Der Tölzer Bürgermeister Ingo Mehner geht konsequent gegen Vandalismus und Verschmutzung in der Stadt vor.

Bad Tölz – Mehr Polizeikontrollen in der Stadt, um gegen Ruhestörung und Vandalismus vorzugehen. Der Tölzer Bürgermeister Ingo Mehner zeigt kein Verständnis für Randale.

Auch das ist eine Folge von Corona: Da im Zuge der Beschränkungen Clubs und Diskotheken noch immer geschlossen sind, verabreden sich viele zum Treffen ihrer Freunde im öffentlichen Raum. Mitunter mit unangenehmen Folgen für die Allgemeinheit. So häufen sich Vorkommnisse von nächtlicher Ruhestörung, Verschmutzungen und Vandalismus.

Die Stadt Bad Tölz reagiert nun darauf und setzt ab dem Wochenende (29./30. August) verstärkt auf die Präsenz von Streifen des Amtes für kommunale Sicherheit und Ordnung sowie eines privaten Sicherheitsdienstes.

Der Tölzer Bürgermeister Ingo Mehner sagt dazu: „Wir sind da ein wenig in der Zwickmühle: Einerseits trete ich stark dafür ein, dass unsere Bürger den öffentlichen Raum nutzen, in den Parkanlagen ihre Freizeit genießen und sich aktiv zeigen.“ Aber: „Wir möchten die herrlichen Tölzer Plätze mit Leben füllen und die Menschen ausdrücklich ermuntern, die Stadt in all ihren Facetten zu genießen. Andererseits erleben wir immer wieder, dass es hier eine Minderheit gibt, die es an Anstand und Rücksichtnahme mangeln lässt oder sogar Gesetze bricht. Dem gilt es einen Riegel vorzuschieben. Hier das rechte Maß zu finden. Einerseits Ausgelassenheit zuzulassen und andererseits Grenzüberschreitungen zu unterbinden, ist ein sensibler Balanceakt.“

Der Kassenautomat an der Tölzer Bockschützstraße wurde von einem jungen Mann durch eine Bierflasche derart demoliert, dass die Stadt das teure Gerät erneuern lassen musste.

Bereits am Samstag (22. August) waren deshalb tagsüber und vor allem auch nachts vermehrt Streifen im Stadtgebiet unterwegs. Diese suchten bewusst in einem ersten Schritt das Gespräch, um die Menschen für das Einhalten der Regeln zu sensibilisieren. Lediglich in gravierenden Fällen werde dann die Polizei zur Unterstützung hinzugezogen.

Brennpunkt: Bockschützstraße

Einen ersten Erfolg gab es laut Stadtsprecherin Birte Otterbach bereits zu verzeichnen: Die vermehrte Polizeikontrolle des Zentralparkhauses an der Bockschützstraße habe dazu geführt, dass Verschmutzungen, Ruhestörung und Vandalismus dort deutlich abgenommen haben. Dabei geholfen habe auch eine Videoüberwachung vor Ort, die dafür dort jüngst installiert wurde.

Durch die Bildüberwachung wurde jetzt auch ein junger Mann ermittelt, der dort einen Kassenautomaten zerstört hat. „Mutwillig“, wie Mehner betont. Derzeit ermittelt die Polizei in diesem Fall. „Gegen ein wenig Spaß ist nichts einzuwenden. Wenn aber Sachbeschädigung betrieben wird, hört unsere Toleranz auf“, betont der Bürgermeister: „Die Stadt geht gegen alle, die Regeln auf diese Weise brechen, konsequent vor.“ dwe

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