Nach wie vor Einzigartig

Bad Tölz ist seit 2015 „Fairtrade Town“ – Nun wurde das Prädikat verlängert

Band Grupo Sal in der Tölzer Franzmühle
+
Die Grupo Sal spielte lateinamerikanische Musik, Patricia Gualinga (Auf dem Bildschirm) war als Ecuador per Video zugeschaltet, Riccarda Flemmer (sitzend) moderierte und übersetzte.

Bad Tölz – Die Kreisstadt Bad Tölz ist die 81. von 219 Städten in Bayern und die einzige „Fairtrade Town“ im Landkreis. Der Bürgermeister hat die neue Urkunde entgegengenommen.

Das Prädikat, das 2015 erstmals an die Kreisstadt vergeben wurde, muss alle zwei Jahre erneuert werden. Bürgermeister Ingo Mehner konnte bei der Veranstaltung im Pfarrheim Franzmühle die entsprechen Urkunde symbolisch in Empfang nehmen.

Städte, die sich beworben haben, müssen zumindest fair gehandelten Kaffee in den Stadtratsgremien verwenden. Außerdem haben sich in Bad Tölz inzwischen mehrere Händler, Gastronomiebetriebe und Gewerbetreibende verpflichtet, fair gehandelte Waren anzubieten, die es nach wie vor auch im Weltladen in der Säggasse gibt. Viele Mitglieder des Arbeitskreises Fair Trade waren – an diesem Abend anwesend, nachdem sie die Vorarbeiten für die Zertifizierung geleistet hatten.

Grupo Sal in der Tölzer Franzmühle

Der zweite Teil unter dem Motto „Die Welt im Zenit“ verband lateinamerikanische Musik der Grupo Sal mit Informationen über brisante umweltpolitische Themen, wie sie gerade besonders aktuell sind, man denke nur an die Rodungen des brasilianischen Regenwaldes oder der Umweltgipfel von Glasgow. Dazu wurde Patricia Gualinga online zugeschaltet, die Moderatorin Riccarda Flemmer übersetzte für das interessierte Publikum.

Gualinga, ist eine Führungspersönlichkeit der indigenen Kichwa-Gemeinde Sarayaku aus Ecuador. Sie war seit Beginn an vorderster Front im Kampf gegen das Eindringen internationaler Ölkonzerne in das Territorium der Sarayaku, eine Schlüsselfigur im Prozess gegen den Staat Ecuador beim Interamerikanischen Gerichtshof und eine starke Führerin einer stetig wachsenden Frauenbewegung zum Schutz des Amazonas-Regenwaldes.

Sie gilt als engagierte und prominente Auftritte bei der UN-Konferenz indigener Völker in New York, war bei der Weltklimakonferenz in Paris und der Amazonas-Synode im Vatikan. Die Schaltung nach Ecuador lief technisch perfekt ab, es kam zu keinerlei Störungen oder Unterbrechungen.

Musikalisch gestaltet wurde der gut-besuchte Abend von der Grupo Sal, die seit ihrer Gründung 1982 auf brisante entwicklungs- und umweltpolitische Themen musikalisch-künstlerisch aufmerksam macht. Durch ihre Programme bezieht Grupo Sal Position für eine gerechte Welt, ein würdevolles Miteinander und ruft zu einer Begegnung der Völker und solidarischem Engagement auf. Sie blickt auf Tourneen mit Dietmar Schönherr, Ernesto Cardenal, Dorothee Sölle, Gioconda Belli, Pierre Stutz und andere zurück.

Der vom Kreisbildungswerk veranstaltete Abend, der durch die Zweiteilung der Themen etwas lang geriet, wurde unterstützt von der Evangelischer Landeskirche „Mission Eine Welt“, dem „Katholischen Fonds, der Kooperation Eine Welt“, der Leserinitiative Publik-Forum und „Soroptimist International-Club Isartal/Bad Tölz. Karl Bock

Meistgelesene Artikel

Tölzer Traditions-Wirtshaus wiedereröffnet
Bad Tölz - Wolfratshausen
Tölzer Traditions-Wirtshaus wiedereröffnet
Tölzer Traditions-Wirtshaus wiedereröffnet
Gaißacher Gemeinderat beschließt einstimmig beim „Gasthof Mühle“ ein to-go-Angebot
Bad Tölz - Wolfratshausen
Gaißacher Gemeinderat beschließt einstimmig beim „Gasthof Mühle“ ein to-go-Angebot
Gaißacher Gemeinderat beschließt einstimmig beim „Gasthof Mühle“ ein to-go-Angebot
Starkregen und Hochwasser-Wochenende: Einsatzkräfte sperren Straßen im Tölzer Land
Bad Tölz - Wolfratshausen
Starkregen und Hochwasser-Wochenende: Einsatzkräfte sperren Straßen im Tölzer Land
Starkregen und Hochwasser-Wochenende: Einsatzkräfte sperren Straßen im Tölzer Land
Umbenennung Gaißacher Ortsteile läuft seit zehn Jahren – Streit um „Grundern“
Bad Tölz - Wolfratshausen
Umbenennung Gaißacher Ortsteile läuft seit zehn Jahren – Streit um „Grundern“
Umbenennung Gaißacher Ortsteile läuft seit zehn Jahren – Streit um „Grundern“

Kommentare