„Leonhardi in die Zange genommen“

Lehard-Veranstaltung mit Kultcharakter auf USB-Stick komprimiert fürs Wohnzimmer

Sorgen für einen lauschigen Leonhardi-Abend „Dahoam“: Sepp Müller und Jeanette Stahlberg vom Bad Tölzer Kulturverein „Lust“.
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Sorgen für einen lauschigen Leonhardi-Abend „Dahoam“: Sepp Müller und Jeanette Stahlberg vom Bad Tölzer Kulturverein „Lust“.
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Landkreis/Bad Tölz – Für alle Fans des Tölzer Kleinkunstvereins „Lust“ gibt es gute Nachrichten: Die Live-Mitschnitte der Jubiläumsabende von 2019 gibt es gegen eine Spende als USB-Stick für Zuhause.

„Für alle die einen beschwingten Abend verbringen wollen, ist das eine gute Alternative,“ erklärt die Lust-Vereinsvorsitzende Jeanette Stahlberg. Die sogenannten Lehards-Abende haben sich in den vergangenen Jahren zu einem Highlight des Programms entwickelt. „Man könnte sagen, sie sind in zehn Jahren legendär geworden,“ ergänzt Mitinitiator Sepp Müller.

Wegen der großen Nachfrage hatte es 2019 eine Best-of-Variante auf der Bühne der Tölzer Madlschule mit drei Veranstaltungen gegeben. Alle waren ausverkauft. Eine Fortsetzung des Leonhardiprogramms 2020 ist ebenso wie die original Leonhardifahrt der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen (wir berichteten).

Ein Stick mit den Publikumslieblingen aus zehn Jahren

An allen Abenden im Jahr 2019 gab es jeweils einen Ehrengast. Auf dem USB-Stick der Lust sind sie nun alle verewigt worden: Mesner Usch, die älteste noch lebende Leonhardi Fahrerin, Monika Steinbacher, die Fachfrau in Sachen Tracht sowie Tölzer Kurier Redakteur Christoph Schnitzer im humorvollen Gespräch mit Stadtpfarrer Peter Demmelmaier. Lehard-Fans sehen auf dem Film die musikalischen Einlagen von Sepp Müller und dem Duo Kloiber-Janßen sowie Theaterstücke wie etwa „Der letzte Wagen“. Auch historischen Geschichten wie etwa „Leonhardifahrt im Zulu-Land“ zählen zu den besten Auftritten aus zehn Jahren. Das „Wallfahrer-Lied“ ist natürlich auch dabei.

Den Wunsch nach einem „Lehard“-Abend für Zuhause gab es laut den Organisatoren bereits vor Corona, da es mit den Jahren immer schwieriger geworden sei, „an eine der begehrten Eintrittskarten zu kommen“. Mit dem Stick sollen nun nicht nur Fans bei Laune gehalten werden, denn die Einnahmen dienen auch dem guten Zweck: „Der Erlös der 200 Sticks kommt den Künstlern als Gage zugute, die 2021 wieder bei uns auftreten und aufgrund der coronabedingten Zuschauer-Beschränkungen weniger Gage erhalten,“ so Stahlberg. Wie es mit der Kultur weitergehen werde, könne aktuell keiner sagen. „Eins ist aber sicher: die Lust auf Kultur ist da“, versichert Stahlberg. Franca Winkler

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