Weniger Tote, mehr Unfälle

Bad Tölz-Wolfratshausen: 2021er Verkehrsbilanz des Polizeipräsidium

Feuerwehr im Einsatz
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Auf der B 13 verunglückte im Juli vergangenen Jahres ein 21-Jähriger Mann tödlich.
  • Daniel Wegscheider
    VonDaniel Wegscheider
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Landkreis – Sechs Menschen verloren 2021 auf den Straßen im Landkreis ihr Leben. Gegenüber dem Vorjahr sind das um die Hälfte weniger. Das geht aus der jüngsten Jahresunfallbilanz der Polizei hervor.

Im vergangenen Jahr gab es im gesamten Einsatzbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, dem auch der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen angehört, 77 Tote, die im Straßenverkehr ihr Leben verloren hatten. Trotz der traurigen Bilanz, ist es der zweitniedrigste Wert der vergangenen zehn Jahre. Als Hauptursache nennt die Polizei nicht angepasste Geschwindigkeit. Ein Viertel der Verkehrstoten kam bei solchen Unfällen ums Leben. Die Zahl der Personen, die sich auf den Straßen im Landkreis verletzt haben, ist leicht gestiegen. Wie aus der Verkehrsunfallbilanz hervorgeht – von 680 auf 732.

Insgesamt verzeichnete die Polizei heuer 3.418 Verkehrsunfälle im Landkreis – das sind 278 mehr als im Jahr 2021. Darunter auch ein schlimmer Verkehrsunfall, der sich Ende Juli auf der Bundesstraße von Sachsenkam Richtung Bad Tölz ereignet hatte. Dort war ein 21-Jähriger von der Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt – dabei erlitt der junge Mann tödliche Verletzungen und verstarb noch an der Unfallstelle.

Bad Tölz-Wolfratshausen auf Rang zwei der Verkehrsunfall-Statistik

In den meisten Landkreisen im südlichen Oberbayern ist die Zahl der Verkehrsunfälle nach Angaben der Statistik gestiegen: Den höchsten Wert hat dabei Altötting mit einem Plus von 10,2 Prozent; gefolgt von Bad Tölz-Wolfratshausen (8,9 Prozent) und Traunstein (6,7). Den niedrigsten Wert weist Miesbach mit 1,1 Prozent auf. Rückläufige Zahlen gab es lediglich in Weilheim-Schongau (minus 1,9 Prozent) und im Berchtesgadener Land (minus 4,9).

Zu den Hauptrisikogruppen zählen erneut Motorradfahrer: 1.006 Biker waren im gesamten Bezirk an Unfällen beteiligt, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 7,1 Prozent entspricht. Häufiger waren auch wieder Fußgänger an Verkehrsunfällen beteiligt (Zunahme von 447 auf 453) und es wurden mehr Personen verletzt. Eine schlechte Entwicklung ebenso bei den Schulwegunfällen, die von 37 auf 56 angestiegen war.

Aktion „Sicher ans Ziel“ zur Erhöhung der Verkehrssicherheit

Das Bayerische Staatsministerium hat ein neues Verkehrssicherheitsprogramm 2030 „Bayern mobil - Sicher ans Ziel“ gestartet. Unterstützt wird dieses vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd, das weiter daran arbeiten wird, die Verkehrssicherheit zu erhöhen sowie die Zahl der Getöteten und Verletzten so weit wie möglich zu reduzieren. Dabei werden auch zukünftig die Schwerpunkte in der Kontrolle, Prävention sowie der Verkehrsüberwachung liegen.

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