Elf Mobilfunk-Standorte mit 5G

Deutsche Telekom AG treibt Mobilfunkausbau im Landkreis voran – Gegner bleiben skeptisch

5G-Ausbau schreitet voran
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Schneller ins Internet: der 5G-Ausbau schreitet voran.

Landkreis – Die Mobilfunk-Versorgung im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen schreitet voran: Die Telekom AG hat dafür in den vergangenen neun Monaten elf Standorte mit 5G erweitert. Durch den Ausbau verbessert sich laut Anbieter die Mobilfunk-Abdeckung in Gebäuden und Bandbreite im Landkreis. Kritiker befürchten dagegen Schäden durch elektromagnetischen Strahlung für Mensch, Tier und Pflanze.

„Trotz erschwerter Bedingungen während der Corona-Krise haben wir LTE und 5G wie geplant weiter ausgebaut“, sagt Telekom Deutschland-Chef Dirk Wössner. Bundesweit baut die Telekom pro Jahr bis zu 1.500 neue Mobilfunkstandorte. Darüber hinaus wird das Unternehmen bis Ende 2020 an über 10.000 weiteren Standorten die Kapazitäten für ihre Kunden vergrößern. Der LTE-Ausbau sei deshalb so wichtig, weil alle LTE-Standorte im zukünftigen 5G-Netz genutzt werden“, so Wössner weiter.

Die Telekom betreibt im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen jetzt 38 Standorte. Die Bevölkerungsabdeckung liegt bei rund 97 Prozent. Bis 2022 sollen weitere 21 Standorte hinzukommen. Zusätzlich sind im selben Zeitraum an acht Standorten Erweiterungen mit LTE und 5G geplant.

Die Standorte stehen in folgenden Kommunen: Bad Tölz, Geretsried (2), Icking (2), Kochel am See, Lenggries (2), Schlehdorf und Wolfratshausen (2). Die Standorte in Geretsried, Icking, Kochel am See, Schlehdorf und Wolfratshausen dienen zudem der Versorgung entlang der Autobahn, der Standort in Lenggries dient auch der Versorgung entlang der Bahnstrecke und die Standorte Bad Tölz, Geretsried, Kochel am See, Lenggries und Wolfratshausen dienen zur Versorgung entlang der Bundes- sowie Landstraße. „Mit der Erweiterung um 5G erhält der Landkreis einen digitalen Standortvorteil“, so Wössner.

Beim Mobilfunkausbau ist die Telekom auf die Zusammenarbeit mit den Kommunen, Städten oder Eigentümern angewiesen, um notwendige Flächen für neue Standorte anmieten zu können. Dort stößt sie jedoch oftmals auf Widerstand durch 5G-Gegner, die gegen den digitalen Funkmast-Ausbau mobil machen.

So hat sich etwa die Bürgerinitiative „Lenggries gegen 5G“ im Sommer dem Aktionsbündnis Zivilcourage Bad Tölz-Wolfratshausen angeschlossen. Und der Verein „Bürgerinitiative Wolfratshausen zum Schutz vor Elektrosmog“ hat 480 Unterschriften gegen 5G gesammelt und im September an den Bürgermeister übergeben.

Wie berichtet, gab es auch in Icking starke Proteste: dort wollte ein Bürgerbegehren mit 500 Unterschriften den Standortausbau verhindern. Aber: Das Bürgerbegehren „Kein weiterer Mobilfunkmast, kein 5G“ ist nicht zulässig, weil es eine rechtswidrige Maßnahme zum Gegenstand habe, so der damalige Beschluss im Gemeinderat. Bei der Prüfung des Bürgerbegehrens kamen Landratsamt und die Regierung von Oberbayern zu der gleichen Einschätzung. dwe

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