Viele Jugendliche in Ausbildung

Bilanz der Agentur für Arbeit: Trend zum Studium oder einer weiterführenden Schule hält an

Zahnmedizinnische Fachangestellte
+
Die Zahnmedizinnische Fachangestellte ist bei jungen Frauen ein gefragter Ausbildungsberuf, bei Männern liegt ist es der Kfz-Mechatroniker.

Landkreis – Das Arbeitsamt Rosenheim zieht Bilanz für den Ausbildungsstellenmarkt in den einzelnen Regionen des Agenturbezirks: Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen gibt es noch 140 unbesetzte Stellen.

Am Ende des Berufsberatungsjahres wird Bilanz gezogen. Michael Vontra, stellvertretende Leiter der Agentur für Arbeit Rosenheim, sagt dazu: „Der Start in die betriebliche Ausbildung ist trotz der aktuell schwierigen Rahmenbedingungen geglückt.“ Fast alle Unternehmen im Agenturbezirk haben an ihrer Ausbildungsbereitschaft festgehalten und die Bewerber konnten wie in den Vorjahren auch zwischen mehreren Ausbildungsplatzangeboten wählen.

1.661 junge Männer und 1.168 junge Frauen haben sich im Laufe des Berufsberatungsjahres bei der Agentur für Arbeit Rosenheim gemeldet. Es zeichnete sich laut Vontra bereits vor Beginn der Coronapandemie ab, dass sich nicht so viele Bewerber für einen Ausbildungsplatz melden wie vor einem Jahr. Ein Grund dafür sei der anhaltende Trend zum Besuch einer weiterführenden Schule oder der Aufnahme eines Studiums. Die jungen Leute konnten im Bilanzzeitraum zwischen 3.701 zu besetzenden Lehrstellen von Betrieben, Verwaltung und den sogenannten freien Berufen wählen.

„Der Wandel zum Bewerbermarkt, auf dem es mehr angebotene Lehrstellen als Bewerber gibt, setzt sich auch in diesem Jahr fort. Zum Ende des Berufsausbildungsjahres waren 647 Ausbildungsplätze unbesetzt, 213 mehr als im Vorjahr. Offene Lehrstellen gibt es heuer noch im Verkauf, Tourismus-, Hotel- und Gaststättenberufen, der Lebensmittelherstellung und in medizinischen Gesundheitsberufen. Auch in den Bereichen Einkaufs-, Vertriebs- und Handelsberufe sowie im Metallbau sind noch zahlreiche unbesetzte Lehrstellen gemeldet.

Im Laufe des Berufsausbildungsjahres haben 1.674 gemeldete Jugendliche eine Berufsausbildung begonnen. Bei den Frauen rangierten die Medizinische Fachangestellte, Büromanagement, Kauffrau im Einzelhandel sowie die Zahnmedizinische Fachangestellte auf den vordersten Plätzen. Die Männer entschieden sich hauptsächlich für Berufe wie Kfz-Mechatroniker, Verkäufer, Kaufmann-Einzelhandel und Industriemechaniker.

„Einige Jugendliche haben sich bei uns abgemeldet und ihren Weg gefunden“, so Vontra. So haben sich 480 für den Besuch einer Fachober- oder Berufsoberschule entschieden, ein Studium oder Praktikum aufgenommen. Weitere Abmeldegründe waren gemeinnützige oder soziale Dienste.

Vontra schaut etwas sorgenvoll auf die Zahl der Bewerber für das kommende Berufsausbildungsjahr: „Leider bedingen die Corona-Einschränkungen an Schulen, dass wir die Jugendlichen schwer erreichen.“ Er appelliert deshalb an die Eltern Kontakt zur Berufsberatung (Tel: 08031/202-222) zu suchen. „Melden sie sich am besten gleich bei uns. Es sind schon Ausbildungsplätze mit Starttermin im Sommer 2021 vom Anlagenmechaniker über den Mediengestalter Digital und Print bis hin zum Zahnmedizinischen Fachangestellten gemeldet.“ dwe

Auch interessant

Kommentare