Steigende Corona-Infektionen

Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen überschreitet Inzidenzwert von 50

Eine Mitarbeiterin eines Labors hat ein Blutentahmeröhrchen mit Blut für einen Corona-Antikörper-Test in der Hand.
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Symbolbild

Landkreis - Im Landkreis wurde am Sonntag der Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner überschritten. Landrat Niedermaier appelliert an die Bürger: durchzuhalten.

Jetzt gelten gemäß der Infektionsschutzmaßnahmen-Verordnung folgende Maßnahmen: maximal fünf Personen oder zwei Hausstände bei Kontakten, privaten Feiern und im öffentlichen Raum. Maskenpflicht, dort wo Menschen dicht und länger zusammen sind, unter anderem in öffentlichen Gebäuden, Arbeitsstätten, Freizeiteinrichtungen und Kulturstätten. In Schulen muss die Maske nun auch am Sitzplatz getragen werden - betroffen sind alle Jahrgangsstufen von der Grundschule bis zur Hochschulen. Und die Sperrstunde beginnt bereits um 22 Uhr.

In Bezug auf die Maskenpflicht an stark frequentierten öffentlichen Plätzen stimmte sich das Landratsamt mit den Städten in Gemeinden am Montag per Videoschalte ab. „Dabei kam man gemeinsam zu dem Ergebnis, dass keiner der öffentlichen Plätze so stark frequentiert ist, dass eine Maskenpflicht angeordnet werden muss“, berichtet Landratsamt-Sprecherin Marlis Peischer. Diese Regelung bleibe auch nach der Überschreitung des Inzidenzwertes von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner bestehen. Dennoch beobachten die Behörden die Situation sehr genau. In diesem Zusammenhang geht der Appell an die Bevölkerung, die Abstände konsequent einzuhalten und eine Maske zu tragen, wenn es eng werden könnte.

Landrat Josef Niedermaier appelliert erneut an die Bürger, sich umsichtig zu verhalten und die eigenen Kontakte einzuschränken: „Ja, die Pandemie dauert schon lange und sie ist für unsere Gesellschaft eine schwierige Herausforderung. Ungewissheit mögen wir Menschen nun einmal in der Regel gar nicht. Trotzdem – lassen Sie uns gemeinsam diese Situation meistern. Wir sind alle betroffen und alle gefordert“, betont er und weiter: „Ich will nicht, dass wir in die Lage kommen, uns über eine nochmalige Verschärfung auch nur unterhalten zu müssen. Halten wir uns jetzt an die Hygieneregeln und an den Abstand zueinander. Es hat uns schon einmal geholfen, es kann uns auch ein zweites Mal und den ganzen Winter über helfen.“

Keine Veröffentlichung der Fallzahlen in den Gemeinden

Gesundheitsamtsleiter Dr. Stephan Gebrande sagte bereits am Mittwoch: „Das Landratsamt wird weiterhin über aktuelle Entwicklungen informieren und dazu wöchentlich die Fallzahlen bezogen auf die Gemeinden und Städte im Landkreis veröffentlichen. Da im Landratsamt Hinweise vorliegen, dass infizierte Personen ausgegrenzt werden, wird zum Schutz der Betroffenen weiterhin auf eine tägliche auf Gemeinden bezogene Fallzahlmeldung verzichtet. Wir bitten um Verständnis, dass wir dem keinen Vorschub leisten möchten, sondern gerade diejenigen, die infiziert sind, unter unserem besonderen Schutz stehen.“ dwe

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