TV-Wohlfühlkrimi aus der Region

Bad Tölz-Wolfratshausen: Christian Tramitz zur neuen Staffel von „Hubert ohne Staller“

Christian Tramitz
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Wieder in Wolfratshausen: Christian Tramitz spielt seit zehn Jahren den Polizisten Hubert mit und ohne Staller.

Wolfratshausen – Am Mittwoch, 12. Januar, startet die neue Staffel der beliebten Serie „Hubert ohne Staller“. Schauspieler Christian Tramitz berichtet vom Dreh.

„Ich kann es immer noch nicht glauben, dass wir immer noch auf Sendung sind“, sagt Christian Tramitz, schüttelt den Kopf und lacht: „Irgendwie müssen wir das wohl doch ganz gut machen.“ Der populäre Schauspieler (bekannt auch aus „Schuh des Manitu“) verkörpert in der ARD-Krimi-Serie „Hubert ohne Staller“ seit zehn Jahren den etwas speziellen Landpolizisten Franz Hubert aus dem TV-Revier in Wolfratshausen.

Franz Hubert – so heißt Tramitz in der Serie – durfte früher mit dem schrullig-liebenswerten Kollegen Staller (Helmfried von Lüttichau) zwischen Wolfratshausen und dem Starnberger See ermitteln, doch nun ist Staller weg und Ex-Vorgesetzter Reimund Girwidz (Michael Brandner) sitzt jetzt neben Hubert im uralten Polizeiauto, Modell Audi A 80. „Schlimmer geht’s nimmer,“ lässt sich Hubert zitieren, doch was soll er machen? Dienst ist Dienst, the show must go on. „Ja,“ sagt Tramitz,“ als ewiger Polizeiobermeister kann ich mir’s nicht aussuchen.“

TV-Serienfigur Franz Hubert mit neuer Lederjacke

Nur zwei Schultersterne auf der schönen alten Lederjacke, warum gibt’s nicht mehr? „ Der Hubsi mag keine Veränderungen, außerdem ist er faul,“ beschreibt der bekannte Mime sein alter Ego aus dem Fernsehen. Die berühmte Lederjacke wird in Staffel zehn endlich durch ein neues Stück ersetzt, der Kragen, so Tramitz, ist abgefallen, ein Requisitensammler hat schon zugeschlagen. Es kann also mit frischem Schwung in Folge 149 gestartet werden, die am Mittwoch, 12. Januar, um 18.50 Uhr in der ARD startet.

„Hubert ohne Staller“-Fans pilgern zu den Drehorten im Landkreis

Tramitz hat nie damit gerechnet, so lange als Landgendarm im Einsatz zu sein: „Vor zehn Jahren wurde in der ARD ein neues Krimiformat eingeführt, mit etwas anderen Ermittlern, schrägen Methoden und regional verankert.“ Das ermittlungstechnische Gebaren von „Hubert und Staller“ wurde von den Programmgewaltigen anfangs sehr kritisch beäugt, inzwischen aber fährt die Reihe beste Quoten ein; gestandene Schauspieler und beliebte Darstellerinnen wie Hannes Ringlstetter und Monika Gruber sind Einschaltgaranten.

Die Drehorte in Wolfratshausen, Münsing, Eurasburg oder Ammerland haben sich zu Pilgerorten der immer größer werdenden Fan-Gemeinde entwickelt. „Hubert ohne Staller“ wird vom TV-Publikum längst als kurzweiliger Wohlfühlkrimi geschätzt. Motto: „Mehr Unterhaltung als Spannung“.

Fernsehen nicht weit weg von Realität

Die Kult gewordene Serie entzückt nicht nur Zuschauer in Deutschland, auch in Österreich locken Tramitz und Co. die Menschen vor die Bildschirme: „Es macht uns ja auch Spaß, das merkt man offensichtlich.“

Als inzwischen landauf landab bekannter TV-Schandi kann der aus der berühmten Hörbiger-Schauspiel-Dynastie stammende Tramitz auch bei den echten Polizisten punkten: „Gerade die Beamten auf dem Revier in Wolfratshausen sind total nett und immer hilfsbereit“, schwärmt der 66-Jährige. „Die schauen natürlich immer, wenn ‚Hubert ohne Staller’ läuft. Und sie sagen mir: soweit weg von der Realität seid ihr gar nicht mit euren Fernsehgeschichten.“

Tramitz schwingt sich zum Entspannen aufs Rad

Um sich von den Dreharbeiten zu erholen, schwingt sich Tramitz gern in den Fahrradsattel. Ob mit Muskel- oder Strom-Kraft, das ist ihm egal, Hauptsache Bewegung: „Eine Stunde gemütlich dahinradeln, dabei vielleicht mit einem guten Freund ratschen, was Angenehmeres kann ich mir kaum vorstellen.“

Die ARD-Kult-Krimi-Serie „Hubert ohne Staller“ läuft ab 12. Januar, immer mittwochs um 18.50 Uhr in der ARD und zeigt 16 neue Folgen aus Wolfratshausen und Umgebung. Lutz Bäucker

„Hubert und/ohne Staller-Weg“ in Wolfratshausen

Die erfolgreiche Vorabendserie der ARD „Hubert und/ohne Staller“ wird in Wolfratshausen und der Umgebung gedreht. Mit der „MeinBankerl WOR App“ können einige der Drehorte im Stadtgebiet Wolfratshausen selbst erkundet werden. Fans der Serie können dabei spannende Fragen zu Hubert, Staller, Girwidz und Riedl beantworten. Es gibt einen sechs kilometerlangen Weg und eine Abkürzung mit einer Länge von vier Kilometern, zwischen denen frei gewählt werden kann. Beide enden an der gemeinsamen letzten Station: einer kleinen Ausstellung zur Kultserie. Hier können Interessierte mit der Beantwortung der Gewinnspielfrage an einer Verlosung teilnehmen. Weitere Informationen gibt es auf www.tourismus.wolfratshausen.de unter der Rubrik „Hubert und/ohne Staller-Weg“. Führungen entlang des MeinBankerl-Weges bietet die „Spatzen Rikscha“ an (www.spatzenrikscha.de).

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