Badegäste zahlen mehr

Parken am Erholungsgelände St. Heinrich wird künftig teurer. Darauf verständigte sich der Kreisausschuss in seiner jüngsten Sitzung.

Badegäste des Erholungsgeländes in St. Heinrich müssen sich auf höhere Parkgebühren einstellen. Darauf verständigte sich der Kreisausschuss in seiner jüngsten Sitzung.

Seit 1968 zeichnet der Landkreis für die Betreuung dieses Areals an der Ostseite des Starnberger Sees südlich von Münsing verantwortlich. Um sich fundiert aufzustellen, gründete der Altlandkreis Wolfratshausen drei Jahre zuvor zusammen mit den Landkreisen Starnberg, Dachau, Freising, Fürstenfeldbruck, München sowie der Landeshauptstadt München den Erholungsflächenverein. Und seither hat sich vieles getan, leider nicht nur zum Besten. Denn der Landkreis muss zumeist tief in die Tasche greifen, um das Areal attraktiv zu halten. Unter Einbeziehung des Mitgliedsbeitrages zum Erholungsflächenverein (er berechnet sich aufgrund der Landkreiseinwohnerzahl, d.Red.) wiesen die Jahresergebnisse regelmäßig ein Defizit für den Landkreis auf: 4.343 Euro (2006), 9.531 Euro (2008) oder sogar 11.899 Euro (2009). Um zumindest in Richtung Kostenneutralität zu kommen, beschloss der Kreisausschuss nun, die Parkgebühren anzupassen. Damit zahlen Pkw-Halter für einen Stellplatz beim Badebesuch künftig drei Euro (bisher 2,50 Euro). Ab 17 Uhr werden noch 2,50 Euro (bisher zwei Euro) berechnet. Für Omnibusse werden nun sechs Euro fällig (vormals fünf Euro), Motorradfahrer berappen fortan 2,50 (bisher zwei) Euro. Für Zehnerkarten zahlen Badegäste ab sofort 25 Euro (bislang 20 Euro). Der Ausschuss ging mit diesem Verwaltungsvorschlag konform. Dennoch nutzte Manfred Fleischer (CSU) das Thema, um zu bemängeln, dass es beim Erholungsgelände in punkto Attraktivität wahrlich nicht zum Besten bestellt sei. Welche Maßnahmen denn eingeleitet worden seien, um dem gegenzusteuern, wollte er von Landrat Josef Niedermaier wissen. Der erinnerte an das alljährliche Betreuungsgespräch, bei dem alle am Betrieb des Erholungsgeländes involvierten Organisationen vertreten seien. Und er verwies auf den wenigen Einfluss, um insbesondere der Vermüllung Einhalt zu gebieten. Mehr Kontrollen (an den Feuerstellen), wie von Fleicher gefordert, müssten kostenmäßig eben auf alle Landkreisbürger umgerechnet werden, betonte Niedermaier. Zumal sich der Landkreis ohnehin die Bestreifung des Geländes durch einen Sicherheitsdienst leiste. Dennoch habe sich nach Ansicht von Fleischer die Situation nicht verbessert. „Da flacken überall Glasscherben rum.“ Machtlos sei man hier aber schon, wenn sich Jugendliche einen Sport daraus machten, Flaschen zuerst im Wasser zu versenken und sie danach mit Steinen zu bewerfen, wie Grünen-Kreisrat und dritter Landrat Klaus Koch („ich bin selbst dort regelmäßiger Badegast“) berichtete. Er sprach sich dafür aus, mit großen Schildern auf die Gefahren, die von Scherben ausgehen, hinzuweisen. Mehr könne man kaum dagegen tun. Während Landrat Josef Niedermaier Fleischer anbot, dort allsonntäglich Glasscherben einzusammeln – und so zu sehen, dass dies ein Fass ohne Boden ist – regte Gerhard Hasreiter (CSU) an, die nächste Sitzung im Erholungsgelände abzuhalten. Niedermaier dazu: „Dann können wir daraus gleich ein Ramadama machen.“ Einen eigenen Beschluss dazu gab es nicht.

Meistgelesene Artikel

Tölzer Traditions-Wirtshaus wiedereröffnet
Bad Tölz - Wolfratshausen
Tölzer Traditions-Wirtshaus wiedereröffnet
Tölzer Traditions-Wirtshaus wiedereröffnet
Stadtrat bewilligt Antrag von Edmund Häner (FDP)
Bad Tölz - Wolfratshausen
Stadtrat bewilligt Antrag von Edmund Häner (FDP)
Stadtrat bewilligt Antrag von Edmund Häner (FDP)
Gaißacher Gemeinderat beschließt einstimmig beim „Gasthof Mühle“ ein to-go-Angebot
Bad Tölz - Wolfratshausen
Gaißacher Gemeinderat beschließt einstimmig beim „Gasthof Mühle“ ein to-go-Angebot
Gaißacher Gemeinderat beschließt einstimmig beim „Gasthof Mühle“ ein to-go-Angebot
Starkregen und Hochwasser-Wochenende: Einsatzkräfte sperren Straßen im Tölzer Land
Bad Tölz - Wolfratshausen
Starkregen und Hochwasser-Wochenende: Einsatzkräfte sperren Straßen im Tölzer Land
Starkregen und Hochwasser-Wochenende: Einsatzkräfte sperren Straßen im Tölzer Land

Kommentare