Bäuerliche Obstgärten

Landratsamt auf der Suche nach seltenen Apfel- und Birnensorten

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Besitzer von Obstwiesen und Hausgärten sind aufgerufen seltene Äpfel- und Birnbäume dem Landratsamt zu melden, damit diese bewahrt und zu neuem Leben erweckt werden.

Landkreis – Das Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen ist derzeit auf der Suche nach alten Obstbäumen und bittet hierzu die Bevölkerung um Unterstützung. Im Rahmen eines laufenden Obstsortenerhaltungsprojektes, das von sechs Landkreisen entlang des oberbayerischen Alpenvorlandes getragen wird, sollen besonders alte oder seltene Apfel- und Birnensorten vor dem Verschwinden bewahrt und zu neuem Leben erweckt werden.

Bäuerliche Obstgärten, die oft einer großen Anzahl alter und seltener Sorten Platz boten, waren auch im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen weit verbreitet. Sie sind jedoch immer rückläufiger. „Viele Sorten drohen unwiederbringlich verloren zu gehen“, berichtet Landratsamtssprecherin Sabine Schmid.

Daher sind Besitzer von Obstwiesen, aber auch großen Hausgärten, die unter ihren Apfel- oder Birnbäumen ältere als 50 Jahre oder seltene Sorten vermuten, aufgerufen, sich bis Montag, 24. August, beim Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen sich per E-Mail an lorenz.meier@lra-toelz.de oder unter Tel: 08041/ 505-305 (Info auf: www.apfel-birne-berge.de) zu melden.

Die Bäume werden dann durch Fachleute näher bestimmt. Besonders alte oder seltene – auch lokale Sorten – oder Sorten mit wertvollen Frucht- oder Verwertungseigenschaften sollen mit Zustimmung des Eigentümers zum Sortenerhalt weiter vermehrt und in Sortenerhaltungsgärten für interessierte Obstbaumliebhaber als Anschauungsobjekte aufgepflanzt werden. dwe

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