Neuralgische Kreuzung Elbestraße

Das Nadelöhr bleibt

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Aus Kostengründen beschloss der Bauausschuss die Kreuzung an der Elbestraße nicht umzubauen. Die eingerichtete Linksabbiegespur entpuppte sich als Flop.

Geretsried – Die von der Stadt provisorisch im Juli eingerichtete Linksabbiegespur auf der Elbestraße entpuppte sich bereits nach einem Tag als Flop. Der Bauausschuss beschloss nun das Thema vorerst ruhen zu lassen und die Kreuzug nicht umzubauen.

„Eine Linksabbiegespur funktioniert hier nicht“, sagte Jan Klinger vom Bauamt. Bereits nach einem Tag habe der RVO bei der Stadt angerufen und wollte die Linie nicht mehr bedienen, „weil die Busse immer über den Bordstein fahren müssen“. Die Elbestraße ist acht Meter breit, für drei Spuren wären laut Klinger aber mindestens neun Meter nötig. „Selbst kleinere Lkw hatten Probleme.“ Es sei immer wieder zu gefährlichen Situationen gekommen, bei denen „Fahrzeuge auf die Gegenfahrbahn ausweichen mussten“. 

Klingers Fazit: „Eine Linksabbiegespur ohne Umbau der Straße sowie Grunderwerb vom anliegenden Grundstück ist nicht möglich.“ Doch das Kaufen von Grund stehe seiner Meinung nach nicht in Relation zu dem Problem, „denn man steht dort wirklich nur im Berufsverkehr“. CSU-Stadrat Franz Wirtensohn schlug dennoch vor, „dort auf Lange Sicht Grund zu erwerben und in Verhandlungen zu treten“. Denn das sei sicher nicht zum Nachteil der Stadt. Was Bürgermeisterin Cornelia Irmer (parteifrei) ablehnte. „Das Problem ist nicht so dringend, dass wir Geld in die Hand nehmen sollten.“ Stadtrat Herbert Mieseler (SPD) verwies in diesem Zusammenhang auf den Fahrradweg, der die Elbestraße kreuzt. „Dort sollte etwas gemacht werden, denn das hat die Stadt damals verpasst.“

Das Gremium war am Ende der Diskussion unisono der Ansicht, vorerst auf etwaige Maßnahmen an der Elbestraße zu verzichten – aus Kostengründen. Ralf Fastner

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