Gerätehaus wird erweitert

Bauausschuss stimmt Entwurf für Weidacher Feuerwehrgebäude zu

Entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen: das Feuerwehrgerätehaus in Weidach.
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Entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen: das Feuerwehrgerätehaus in Weidach.

Wolfratshausen – Rund 2,5 Millionen Euro wird die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Weidach kosten. Der Bauausschuss stimmte einem Entwurf des Kommandanten und Ingenieurs Robert Buxbaum einstimmig zu.

Bereits im Februar 2019 bewilligte der Stadtrat einen umfangreichen Feuerwehrbedarfsplan, der auch die Notwendigkeit der Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Weidach vorsieht.

Mit der Objektplanung wurde das Ingenieurbüro Robert Buxbaum beauftragt. Die Ingenieurgesellschaft Hammer erhielt den Auftrag für die Planung der technischen Gebäudeausrüstung. Der im Bauausschuss vorgelegte Entwurf sieht insgesamt drei Stockwerke vor. Demnach sind im Erdgeschoss die Fahrzeughalle mit zwei Stellplätzen, der Umkleidetrakt, eine WC Anlage und der Alarmraum untergebracht. Im Obergeschoss ist ein Lehrsaal, ein Büro, ein Multifunktionsraum sowie ein Lehrmittelraum geplant. „Der Keller wird mit den notwendigen Lagerflächen ausgestattet und mit einem Lastenaufzug zum Erdgeschoss verbunden“, erklärte Buxbaum.

Die erforderlichen Parkplätze sowie die neue Zufahrt werden in diesem Zuge angepasst und neugestaltet. Für das Bauvorhaben veranschlagte das Ingenieurbüro Buxbaum Mittel in Höhe von 2,3 Millionen Euro für den Erweiterungsbau sowie 200.000 Euro für die Anpassungsarbeiten und energetischen Maßnahmen des Bestandsgebäudes. Da der Entwurf auf dem Raumprogramm der DIN 14092-1 (Feuerwehrhäuser-Planungsgrundlagen) basiert, könne mit staatlichen Fördergeldern in Höhe von 50.000 Euro gerechnet werden.

In seinem Vortrag verwies Buxbaum darauf, dass das Feuerwehrgerätehaus in den Jahren 1995 und 1996 errichtet wurde. „Es war eigentlich schon damals zu klein“, erinnerte er sich. Zudem seien die technischen Anforderungen und gesetzlichen Vorgaben in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Die Pflege und Trocknung der Arbeitsgeräte sei im momentanen Zustand eine nicht zu unterschätzende Herausforderung. Außerdem gelte es, Umkleiden und Sanitärräume nach Geschlechtern zu trennen.

Dass das Gerätehaus dringend erweitert werden muss, erkannten die Stadträte schon bei einer Ortsbesichtigung. „Dort herrscht eine extrem beengte Situation“, befand Fritz Schnaller (SPD). Auch Bürgermeister Klaus Heilinglechner und Josef Praller (beide Bürgervereinigung Wolfratshausen) sehen Handlungsbedarf. „Wenn sich die Feuerwehrleute nicht nur beim Einsatz, sondern auch im Gerätehaus verletzen, würden wir uns nicht mit Ruhm bekleckern“, prognostizierte Heilinglechner.

Auf Nachfrage von SPD-Stadträtin Gerlinde Berchtold ging Buxbaum detailliert auf das Kostenvolumen ein. Demnach rechnet er damit, dass allein das Bauwerk etwa 1,2 Millionen Euro kosten wird. Hinzu kommen 650.000 Euro für die technische Ausstattung und weitere 200.000 Euro für Anpassungsarbeiten und energetische Maßnahmen im Bestandsgebäude. Bürgermeister Klaus Heilinglechner begrüßte den einstimmigen Erweiterungsbeschluss: „Das ist eine Pflichtaufgabe der Kommune“, stellte er klar. Peter Herrmann

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