Längentalstraße Süd

Baugebiet: Grünes Licht für das Einheimischen-Modell

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Entspannung in Wackersberg: Bauprojekt im Gewerbegebiet „Längentalstraße-Süd“ wird von der Gemeinde abgesegnet.

Wackersberg – Entspannung ist auf der „Baustelle“ Baugebiet „Längentalstraße-Süd“ zum geplanten Einheimischen-Modell angesagt. Dies wurde jüngst in der Gemeinderatssitzung deutlich. Kurz davor war eine Vereinbarung zwischen Gemeinde und der angrenzenden Zimmerei geschlossen worden, mit der nun beide Seiten leben können.

„Damit ruht die Normenkontroll-Klage derzeit. Die Änderungen sind nun in die erste Änderung zum Bebauungsplan eingearbeitet. Wenn hier das erneute Verfahren durch ist, wird vereinbarungsgemäß die Klage zurückgezogen“, erklärte Bürgermeister Alois Bauer.

„Im Wesentlichen geht es bei den Änderungen um Schallschutz-Maßnahmen“, bekundete der Rathauschef. So werden die künftigen Bauwerber der zwei dem im Norden angrenzenden Gewerbegebiet nächstliegenden Häuser verpflichtet, auf der Nordseite ihrer künftigen Gebäude keine „Aufenthaltsräume“ wie Wohn- oder Schlafzimmer einzuplanen, sondern lediglich Treppenhäuser, Bäder oder Toiletten. Zudem wurde eine öffentliche Grünfläche in die Änderung des Bebauungsplans integriert und auf Wunsch der künftigen Bewohner eine zusätzliche Tiefgarage.

Zur Erinnerung: Gemeinderat Klaus Braun, der eine Zimmerei betreibt, die an das neue Bebauungsgebiet angrenzt, hatte gegen die Planung eine Normenkontroll-Klage angestrengt. Teilweise mit schier hanebüchenen Argumenten. Möglicherweise wollte er damit lediglich sicherstellen, dass sein Handwerksbetrieb auch weiterhin existieren kann. Dass, er durch die neuen Nachbarn künftig keine Probleme wegen der Geräuschemissionen seiner Firma bekommt. „Mit der nun getroffenen Vereinbarung und der damit verbundenen ersten Änderung schaffen wir für den bereits rechtskräftigen Bebauungsplan eine weitere Hürde aus dem Weg“, führte der Rathauschef aus. Unter der Enthaltung des betroffenen Gemeinderats Braun billigte das Gremium ohne weitere Diskussion den überarbeiteten Entwurf einstimmig. Der muss jetzt noch das übliche Verfahren mit Auslegung und Beteiligung der Träger öffentlicher Belange durchlaufen.

„Das war eine Ehrenrunde, die uns in der Entwicklung des Baugebiets einige Monate gekostet hat. Doch jetzt schauen wir nach vorne“, erklärte Bauer optimistisch. Leidtragende der Verzögerung seien ausschließlich die künftigen Häuslebauer, da sich zwischenzeitlich die Boden-Richtwerte erheblich erhöht hätten: „Jetzt müssen sie rund 100 Euro pro Quadratmeter mehr bezahlen, als ursprünglich geplant.“ejs

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