Grüne fordern Stromkonzept

Baugebiet „Hintersberg II“: Neben Hackschnitzelheizung Alternative gesucht

Auf der bislang nur landwirtschaftlich genutzten Zwickerwiese im Norden von Bad Tölz soll das Baugebiet „Hintersberg II“ entstehen.
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Auf der bislang nur landwirtschaftlich genutzten Zwickerwiese im Norden von Bad Tölz soll das Baugebiet „Hintersberg II“ entstehen.

Bad Tölz – Bei größeren Wohnbaumaßnahmen in Bad Tölz bieten die Stadtwerke eine Nahwärmeversorgung an, wie etwa an der Wengleinstraße.

Weil aber die Häuser, die auf der Zwickerwiese entstehen sollen, ihre Energie durch Solaranlagen gewinnen oder per zentralen Hackschnitzelheizung mit Wärme versorgt werden, ist das Baugebiet „Hintersberg II“ autark. Die Grünen fordern trotzdem ein Energiekonzept, das auch im Winter ausreichend Storm garantiert.

Die Grünen im Stadtrat stellten den Antrag, durch einen Gutachter ein Energiekonzept für das Projekt erstellen zu lassen. Es geht vor allem um jene Einfamilienhäuser, Doppelhäuser und Dreispänner, die Grundeigentümer Martin Sappl vom Zwickerhof in eigener Regie bauen lässt. Ob Solarwärme, Erdwärme-, Luftwärmepumpen oder eine zentrale Hackschnitzelheizung, all diese Vorschläge müssten vorurteilsfrei auf ihre ökologischen und ökonomischen Aspekte hin abgeklopft werden, betonte Franz Mayer-Schwendner in der Dezember-Sitzung des Bauausschusses.Seiner Meinung nach benötigten die Häuser im Winter trotz Solar und Photovoltaik immer noch eine zusätzliche Heizmöglichkeit.

Nachdem die Stadt mit dem Wohnbauprojekt heuer weiterkommen wolle, sei hier dringender Handlungsbedarf geboten, so Mayer-Schwendner. Auch die Stromversorgung müsse in das Konzept einfließen. Mit dem Grundstückseigentümer gibt es laut Mayer-Schwendner keinerlei Probleme. Martin Sappl sei „ein sehr aufgeschlossener Partner“. Er werde ein Hackschnitzelheizung errichten, bei einem eventuellen Ausfall der Anlage muss jedoch eine Alternative vorhanden sein, so die Argumente der Grünen.

Josef Steigenberger (CSU) gab zu bedenken, dass die Stadtwerke beim Strom „einen Versorgungsauftrag haben“. Die Versorgung mit Gas rechne sich für das kommunale Unternehmen aber nicht, gab Martin Harrer (FWG) zu bedenken. Dafür umfasse das neue Wohngebiet zu wenige Häuser, „das hätte nur Sinn, wenn große Gebäude an der Heißstraße dazukämen“. Dies müsse man schon genau durchrechnen, „sonst fällt uns das auf die Füße“, so Harrer Der Stadtrat wird sich mit dem Baugebiet „Hintersberg II“ in der nächsten Sitzung am 21. Januar befassen. Karl Bock

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