Ankermieter für Bauprojekt

Baugenossenschaft berichtet über Finanzen und positive Verhandlungen

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Die derzeit verhüllte Häuserzeile an der Egerlandstraße 58 – 74 wird demnächst abgerissen und durch das großes Wohn- und Geschäftshaus BGZ2 ersetzt. Berichteten über hohe Investitionen: Geschäftsführer Wolfgang Selig (r.) und Aufsichtsratsvorsitzender Ulrich Schölderle (l.).

Geretsried – Kurz vor dem Abbruch der Häuserreihe an der Egerlandstraße 58 – 74 steht die Baugenossenschaft Geretsried (BG) in Verhandlungen mit zwei großen Ankermietern, also Großnutzern innerhalb einer gewerblich genutzten Immobilie. Dies verriet BG-Geschäftsführer Wolfgang Selig im Rahmen der Vertreterversammlung im Ratsstubensaal.

Derzeit sind die Wohnblöcke noch verhüllt. „Wir wollen sicherstellen, dass beim Abbruch keine Steine auf die Straße plumpsen“, erklärte Selig. Im neuen BGZ2 sollen Einzelhandelsflächen, rund 90 Wohnungen und eine Tiefgarage entstehen. „Das ist das größte Projekt, das die Baugenossenschaft als Einzelmaßnahme in Angriff genommen hat“, sagte Selig. Läuft alles nach Plan, könnten Ende 2022 die ersten Mieter in das mehrgeschossige Gebäude einziehen. „Unsere Gespräche mit zwei großen gewerblichen Ankermietern sind auf der Zielgeraden“, verriet Selig.

Schon in diesem Jahr abgeschlossen werden konnten die Bauarbeiten an der Siebenbürger Straße 29-31 im Blumenviertel. Wie berichtet, wurden dort 49 Sozialwohnungen errichtet. Die Kaltmieten für die zwischen 35 und 71 Quadratmeter großen Ein -bis Dreizimmerwohnungen liegen je nach Einkommen zwischen moderaten 5,50 und 7,50 Euro pro Quadratmeter. Den Bewohnern stehen 62 Tiefgaragenstellplätze und drei Außen-Stellplätze zur Verfügung. Für den Fall, dass dies immer noch nicht ausreichen sollte, hat die BG am benachbarten Rosenweg ein dreigeschossiges Parkdeck mit 103 überdachten Einstellplätzen gebaut.

Über erfolgreiche Sanierungsmaßnahmen am Königsberger Weg, am Rosenweg, am Marienburgweg und an der Sudetenstraße berichtete Aufsichtsratsvorsitzender Ulrich Schölderle. Im kommenden sollen weitere Gebäude am Marienburgweg, am Steiner Ring und am Johannisplatz saniert werden. Trotz hoher Investitionen bewertete Schölderle die Finanzlage der Baugenossenschaft als geordnet. Demnach ist die Eigenkapitalquote innerhalb eines Jahres von 36,7 auf 35,3 Prozent leicht gesunken.

Der Bilanzgewinn rutschte von 1,46 Millionen Euro im Vorjahr auf 431.000 Euro ab. Davon schüttet die BG 340.193,40 Euro als Dividende an ihre Mitglieder aus. Jeder Eigner erhält somit fünf Prozent für die ersten 100 Anteile, für die darüber liegenden Anteile 1,31 Prozent. Derzeit verwaltet die BG 2.244 Wohnungen, 49 gewerbliche Einheiten, 267 Garagen und 1.022 Einstellplätze in 20 Tiefgaragen.

Keine Veränderungen gab es in personeller Hinsicht. Einstimmig wählten die Genossen die turnusmäßig ausgeschiedenen Mitglieder Kerstin Halba, Barbara Henkel und Bürgermeister Michael Müller erneut in den Aufsichtsrat.

Peter Herrmann

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