Neuer Wohnraum in Farchet

Baugenossenschaft darf zwei Mehrfamilienhäuser in Wolfratshausen errichten

das Mehrfamilienhaus mit 15 Wohnungen am Waldrand 26.
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Soll 2022 abgerissen werden: das Mehrfamilienhaus mit 15 Wohnungen am Waldrand 26.

Wolfratshausen – Bereits im Februar stimmte der Bauausschuss dem Abbruch des 52 Jahre alten Gebäudes „Am Waldrand 26“ zu.

Nach diesem positiven Vorbescheid arbeitete das Architekturbüro Wehbe drei Planungsvarianten aus. Die Räte befürworteten schließlich den Bau von zwei neuen viergeschossigen Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 24 Wohnungen.

Einstimmig verwarf der Bauausschuss die beiden Optionen, die nur einen Baukörper vorsehen. Die zehn Räte befürworteten stattdessen die Errichtung zweier unterschiedlich großer Gebäude.

So soll Haus 1 eine Bemaßung von 15 Meter mal 11,50 Meter haben und an der nordöstliche Gebäudeseiten einen Vorsprung (zwei mal neun Meter) aufweisen. Das benachbarte Gebäude soll mit 27 Meter auf 11,50 Meter etwas größer ausfallen und an der Nordseite über ein Treppenhaus mit Aufzug verfügen.

Somit würde sich für die beiden viergeschossigen Häuser eine Gesamtwohnfläche von 1.950 Quadratmeter ergeben – das wäre eine Verdopplung des derzeitigen Bestands. Zudem sind Satteldächer mit einer Dachneigung von 30 Grad vorgesehen.

Die geplante Firsthöhe von 15 Metern entspricht nahezu der Höhe des Abrissgebäudes. Die Baugenossenschaft Wolfratshausen (BGW) rechnet mit einem Investitionsvolumen von rund acht Millionen Euro.

Auf Nachfrage des Gelben Blatts bestätigte Architekt und BGW-Vorstandsmitglied Josef Wehbe, dass der Stellplatznachweis in Form von einer Tiefgarage sowie oberirdischen Kfz-Stellplätzen realisiert werden soll. „Im Rahmen des Mobilitätskonzeptes kann aber auch über Alternativen wie Carsharing, Radabstellplätze und eine Elektroauto-Ladestation nachgedacht werden“, ergänzte Wehbe. Den Lärmschutz für die insgesamt 24 neuen Wohnungen sollen spezielle Wände gewährleisten. So gibt es auch keine Nutzungseinschränkungen für Sportler, die im angrenzenden Isar-Loisach-Stadion trainieren.

Bauausschuss ist mit dem Konzept zufrieden

Dieses Konzept gefiel den Mitgliedern des Bauausschusses. „Wir bevorzugen Variante drei, weil sie aufgelockert ist und ca. 15 Prozent mehr Wohnfläche bietet als die beiden anderen Varianten“, erklärte Dr. Hans Schmid (Grüne). Dennoch müsse die Baugenossenschaft ausdrücklich darauf hingewiesen werden, die Baumreihe vor dem Isar-Loisach-Stadion zu erhalten, und Klimaschutzmaßnahmen zu realisieren.

Bis die ersten Bagger am Waldrand 26 anrollen, vergeht aber laut Architekt Wehbe mindestens noch ein Jahr. „Wir wollen erst unser Wohnbauprojekt an der Blombergstraße vollständig abschließen, damit die Mieter aus dem jetzigen Bestandsgebäude dorthin umgesiedelt werden können“, erklärte das BG-Vorstandsmitglied.

Peter Herrmann

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