Supermarkt bleibt erhalten

Bauherrin plant 35 Wohneinheiten und Nahversorger in Weidach

der Netto-Markt an der Äußeren Münchner Straße
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Wichtiger Nahversorger im Stadtteil Weidach: der Netto-Markt an der Äußeren Münchner Straße.

Wolfratshausen – Wie im Gelben Blatt berichtet, beabsichtigte die Eigentümerin eines Grundstücks an der Äußeren Münchner Straße den dortigen Netto-Markt abzureißen und drei Mehrfamilienhäuser mit 35 Wohnungen errichten zu lassen.

Dagegen legte der Bauausschuss erfolgreich Protest ein und empfahl eine neue Planung, die den Erhalt des Supermarkts vorsieht. Um die Grundlage für die weitere Versorgung des Ortsteils mit einem Nahversorger zu gewährleisten, wurde der Bauantrag bereits im Februar formell zurückgestellt und in der anschließenden März-Bauausschusssitzung eine Veränderungssperre erlassen. Daraufhin fand noch einmal ein Gespräch mit dem Vertreter der Bauherrin statt, in welchem die neue Planung vorgestellt wurde.

Errichtung von drei Mehrfamilienwohnhäusern

„Nach Angabe der Bauherrin ist diese Planung bereits mit der Unteren Bauaufsichtsbehörde abgestimmt“, versicherte Bürgermeister Klaus Heilinglechner (Bürgervereinigung Wolfratshausen). Vorgesehen ist nun die Errichtung von drei Mehrfamilienwohnhäusern mit insgesamt 35 Wohneinheiten, einer gemeinschaftlichen Tiefgarage mit 76 Stellplätzen und einem Supermarkt mit 17 oberirdischen Stellplätzen sowie der Bau einer neuen Zufahrtsbrücke. Diesen Plan befürwortete der Bauausschuss einstimmig.

Fledermausquartiere bereiten Sorgen

„Der Bauantrag entspricht unseren Vorstellungen, dass ein Nahversorger für Weidach erhalten bleiben sollte“, erklärte Dr. Hans Schmidt (Grüne). Sorgen bereitet dem Umweltreferent lediglich die Information, dass unter der abzureißenden Brücke Fledermausquartiere zu finden sind. Schmidt bat die Verwaltung, dies zu prüfen und im Rahmen des Verfahrens zu berücksichtigen. „Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass nach Genehmigung der Bau zügig abgewickelt wird, um lange Leerstände wie beim ehemaligen Isarkaufhaus zu vermeiden“, forderte Schmidt. Bürgermeister Klaus Heilinglechner gab zu bedenken, dass es sich erst um einen Antrag auf Vorbescheid handelt und zu Bauzeiten noch keine Information gegeben werden können.

Peter Herrmann

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