Weitere Lint-Züge für 2020 beschlossen

Bayerische Eisenbahngesellschaft will Infrastruktur verbessern: Am Wochenende Halbstunden-Takt geplant

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Die Bayerische Oberlandbahn soll moderne LINT-Züge erhalten, damit die Integrale ausgetauscht werden können. Die neue Flotte wird nun zusätzlich verstärkt.

Landkreis – Ziel ist ein störungsfreier und stabiler Bahnverkehr. Dafür hat der Aufsichtsrat der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) nun ihr Signal auf grün gesetzt Bis Dezember 2020 sollen zur Unterstützung der Bayrischen Oberlandbahn (BOB) sechs zusätzliche Züge angeschafft werden.

Ein störungsfreier und stabiler Bahnverkehr im Oberland – das ist das gemeinsame Ziel der Abgeordneten Ilse Aigner, Martin Bachhuber und Alexander Radwan sowie des Bürgermeistersprechers Olaf von Löwis. Jüngst haben sie sich auch bei Verkehrsminister Dr. Hans Reichart für eine zusätzliche Verstärkung der LINT-Flotte stark gemacht, die 2020 die aktuellen Talent- und Integral-Züge ersetzen wird (wir berichteten).

Der Einsatz hat sich gelohnt, der Aufsichtsrat der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) hat jetzt mit seinem Beschluss festgelegt: sechs zusätzliche Züge anzuschaffen. Die Miesbacher Stimmkreisabgeordnete Aigner begrüßte die Entscheidung: „Das ist eine wichtige Maßnahme für Pendler und Reisende. Die Bahn ist das wichtigste Verkehrsmittel im Oberland. Zuverlässigkeit muss hier das oberste Gebot sein. Mit den zusätzlichen Zügen vermeiden wir Kapazitätsengpässe und erreichen zeitnah deutlich mehr Stabilität.“

Auch für den Tölzer Stimmkreisabgeordneten Bachhuber ist die Entscheidung der BEG zur Bestellung zusätzlicher Zuggarnituren für die BOB ist eine sehr gute Nachricht. „Damit werden die Voraussetzungen für eine deutliche Mobilitätsverbesserung im Oberland geschaffen. Besonders freue ich mich, dass es nach der Resolution des Kreistags Bad Tölz-Wolfratshausen und unserer Intervention bei Verkehrsminister Hans Reichhart doch recht schnell dazu gekommen ist.“

Beim Verkehrsminister haben sie volle Unterstützung für ihr Anliegen erhalten: „Wenn wir wollen, dass noch mehr Menschen die Schiene als Alternative zur Straße nutzen, müssen wir für eine zuverlässige und komfortable Anbindung sorgen“, betonte Reichhart.

Die BEG hält die Nachbestellung von sechs zusätzlichen Zügen für dringend geboten, um die aktuellen Kapazitäts- und Qualitätsprobleme zu beseitigen und auch, um in den kommenden Jahren auf absehbare Nachfragesteigerungen reagieren zu können. Werde die Fahrzeugflotte nicht erweitert, könne das jetzige Angebot bis zum Einsatz elektrischer Fahrzeuge nicht ausgeweitet werden.

Die zusätzlichen Züge können im zweiten Halbjahr 2020 ausgeliefert werden und ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2020 zum Einsatz kommen. Die entsprechend vergrößerte Fahrzeugflotte ermöglicht folgende Verbesserungen, die bereits mit der heutigen Infrastruktur umgesetzt werden können: Am Wochenende wird auf den Streckenästen München–Tegernsee und München–Lenggries in beiden Richtungen halbstündlich gefahren. Ausnahme: Zur nachfrageschwachen Mittagszeit werden aus Gründen der Fahrplanstabilität zwei Zusatzfahrten pro Richtung südliche von Holzkirchen nicht angeboten. dwe

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