„Bergsport ist nicht Hallenhockey“

3. Bayerische Outdoor-Film-Festival präsentiert zehn Kurzfilme über Extremsportarten

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Extremer in der Extremen: Filmemacher Andreas Prielmaier bereist in „Riding the Elements“ Island.

Bad Tölz – Zu Fuß durch die Wildnis von Grönland, mit den Skiern über einen isländischen Gletscher gleitend oder quer durch die bolivianische Wüste auf einem Motorrad – auch heuer tourt das Bayerische Outdoor-Film-Festival (kurz: BOFF) durch Bayern und zeigt seine Kurzfilme, auch in Bad Tölz.

BOFF ist seit 2017 in Tölz daheim: Dort arbeiten nämlich die Autoren, Journalisten und Filmemacher Sandra Freudenberg, Tom Dauer und Andreas Prielmaier. Die drei Naturmenschen sind nicht nur sportlich als Bergsteiger und Alpinisten unterwegs, sondern engagieren sich auch sozial. Im Rahmen der BOFF-Tour, findet im Tölzer Zentrum für Sicherheit und Ausbildung der Bergwacht Bayern auch eine Benefizveranstaltung statt. Mit den eingenommenen Spenden wollen sie die Tölzer Bergwacht unterstützen.

Auf dem diesjährigen BOFF-Programm stehen waghalsige Expeditionen, Klettereien sowie Mountainbike- und Skitouren auf der Filmliste: So zeigt der 15-minütige „Iceland-Skinig the Elements“ eine Gruppe Abenteurer, die arktischen Temperaturen trotzen. „Die Freireiter“, die aus dem bayerischen Oberland nach Island reisen, sind dort auf der Suche nach den besten sogenannten Freeride-Plätzen. Was gefährlich klingt, ist es auch. „Bergsport ist nicht Hallenhockey“, erklärt Freudenberg über die alpine Leidenschaft. So laufe heuer auch ein Film, bei dem einer der Mitwirkenden heut nicht mehr lebt – abgestürzt an der Eiger-Nordwand. „Das kommt bei unserem Sport vor“, so Freudenberg.

Aber die gezeigten Filme mit einer Länge von drei bis 33 Minuten präsentieren auch Naturaufnahmen, menschliche Begegnungen oder eine außergewöhnliche Tierfreundschaft: Der Film „Paws & Wheels“ erzählt die Geschichte der Freundschaft zwischen dem Allgäuer Oli Dorn und seinem Australien Shepherd-Hund „Balu“. Während das Herrchen auf seinem Bike über die Pfade radelt, begleitet ihn stets sein treuer Vierbeiner.

Im Mittelpunkt stehe nie die reine Aktion, berichtet Freudenberg. BOFF blicke tiefer, „erzählt Geschichten“. Auch wenn die Kamera Granitgipfeln auf Grönland und dem Kashmir im indischen Himalajagebirge einfängt, so die Heimat stets der Hintergrund. „Es sind Filme aus bayerischer Sicht“, sagt Freudenberg. Entweder stammen die Protagonisten und Filmemacher aus dem Freistaat oder der Streifen wurde eben dort gedreht. Daniel Wegscheider

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Das BOFF findet am Freitag, 10. Mai, um 21 Uhr im Zentrum für Sicherheit und Ausbildung der Bergwacht Bayern an der Tölzer Flinthöhe (Am Sportpark 6) statt. Eintritt frei, Spenden erbeten.

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