Zufriedene Senioren

Befragung zur Altersforschung zeigt: In Icking lässt es sich gut alt werden

Im Villenort Icking sind die Senioren praktisch wunschlos glücklich mit ihrer Wohnsituation.
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Im Villenort Icking sind die Senioren praktisch wunschlos glücklich mit ihrer Wohnsituation.

Icking – Die Generation 60plus ist hochzufrieden, was ihre Lebensverhältnisse in Icking angeht und kommt im Alter gut zurecht. Das zeigt eine Befragung, die die Gemeinde Icking im Juni durchführen ließ.

Mehr als jeder zweite Ickinger antwortete zu Themen wie Wohnen, Versorgung, Barrierefreiheit, Unterstützung und gesellschaftliche Teilhabe, freute sich Sabine Wenng von der Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung (Afa) über den guten Rücklauf von fast 600 Fragebögen. Sie stellte dem Gemeinderat jüngst die Ergebnisse vor.

Wunschlos glücklich sind die Senioren mit ihrer Wohnsituation. 98 Prozent antworteten mit „sehr zufrieden“ oder „zufrieden“. 78 Prozent leben im Eigentum und kommen auch gut zurecht. Der Rest hatte Probleme wegen des zu großen Gartens oder mangelnder Barrierefreiheit. Einen Umzug können sich die meisten nicht vorstellen, und wenn es doch mal sein muss, dann würden sie ganz klassisch in ein Seniorenheim oder eine barrierefreie Wohnung gehen. Neue Wohnformen wie Wohngemeinschaften finden kaum Anklang. Zwanzig Prozent der Befragten leben allein, ein Viertel hat keine Kinder in der Nähe – sie sind potenziell einmal auf mehr Hilfe angewiesen.

Die meisten Senioren fahren noch Auto. Zwei Drittel kreuzten an, dass sie sich nicht auf ein „Mitfahrbankerl“ setzen würden. Bräuchten sie Unterstützung bei Pflege oder Haushalt, würden sich fast alle auf professionelle Pflegedienste oder Angehörige verlassen. Einen Studenten im Gegenzug zu Mithilfe bei sich wohnen zu lassen, könnten sich dagegen nur 14 Prozent vorstellen. Gut sieht es auch mit der Beteiligung am gesellschaftlichen Leben aus. Eine Mehrheit kennt und nutzt seniorengerechte Angebote zur Freizeit und Bildung oder den Seniorenmittagstisch. Jeder zweite würde sich über einen generationenübergreifenden Treffpunkt mit Kulturangeboten freuen.

Es gibt aber auch Handlungsbedarf. Einstimmig beschloss der Gemeinderat, einen Arbeitskreis ins Leben zu rufen, der einzelne Themen abarbeitet. Wie zum Beispiel die Barrierefreiheit in der Ortschaft und passende Wohnformen. Eine kleinere und schnell umsetzbare Maßnahme wäre die Steigerung der Aufenthaltsqualität durch zum Beispiel die Aufstellung von Ruhebänken.

Wenn es um das ehrenamtliche Engagement geht, sind die Ickinger über 60-Jährigen unterdurchschnittlich repräsentiert. Allerdings können sich zahlreiche Befragte dies für die Zukunft vorstellen, sie möchten mehr in Vereinen tätig sein oder Nachbarn helfen. Diesen Schatz gilt es, zu heben, so Fachfrau Wenng. ha

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