Bergbahnen legen wieder los

Corona: Maßnahmen-Lockerungen am Brauneck, Blomberg sowie am Herzogstand

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Auch die Brauneck-Bergbahn kann am 30. Mai, rechtzeitig zum Beginn der Pfingstferien, wieder starten.

Landkreis – Eine weitere Corona-Lockerung: Die Bergbahnen dürfen nach einer Zwangspause wieder in Betrieb gehen. Das betrifft im Landkreis die Brauneck Bergbahn, die Blombergbahn sowie die am Herzogstand – sie wollen am 30. Mai öffnen.

Die Bayerische Staatsregierung hat in ihrer Kabinettssitzung den lang ersehnten Wiedereröffnungstermin für die bayerischen Seilbahnen bekannt gegeben. Mit Beginn der Pfingstferien dürfen die Bahnen wieder fahren.

„Auch wenn wir uns gewünscht hätten, den Betrieb zusammen mit unseren Hütten und Berggaststätten bereits am 18. Mai wieder aufnehmen zu können, sind wir doch froh, dass wir jetzt endlich einen verbindlichen Termin haben, zu dem wir unsere Gäste wieder befördern dürfen“ resümiert Peter Lorenz, Geschäftsführer der Brauneck- und Wallbergbahnen GmbH sowie der Alpenbahnen Spitzingsee GmbH. Der Deutsche Seilbahnverband hat zusammen mit Experten ein Hygiene- und Schutzkonzept für die Seilbahnbranche erarbeitet und seinen Mitgliedsunternehmen zur Verfügung gestellt. „Dieses Schutzkonzept lässt sich gerade bei unseren Bahnen sehr gut umsetzen,“ bestätigt Lorenz. Es funktioniere aber nur, wenn die Gäste unterstützen und sich an die Maßnahmen halten. Das Gebot, diese ernst zu nehmen, ist offensichtlich. Denn wie bereits die ersten frühsommerlichen Tage gezeigt haben, ist die Sehnsucht der Menschen groß, sich nach langen Wochen der Ausgangsbeschränkungen in freier Natur zu bewegen. Dazu kommt, dass vor dem Hintergrund der weiterhin geltenden Reisebeschränkungen die Bedeutung wohnortnaher Angebote zur Freizeitgestaltung vor allem für Familien zunimmt. Da kommt den „Hausbergen“ der Regionen mit ihren Seilbahnen gleich doppelt Bedeutung zu.

Auch Landtagsabgeordneter Florian Streibl (Freie Wähler) zeigt sich froh, dass die Seil- und Bergbahnen ihren Betrieb wieder aufnehmen können. Seit Wochen hätten die Betreiber der Seil- und Bergbahnen Konzepte für Hygienemaßnahmen erarbeitet. Gerade der Alpenraum werde nicht nur durch den Tourismus, sondern auch durch Tagesausflügler als Naherholungsgebiet stark genutzt. „Der bayerische Alpenraum zählt zu den infrastrukturschwächsten Regionen Deutschlands und ist deshalb in besonderem Maße vom Tourismus abhängig. Insofern ist es richtig und wichtig, die touristische Infrastruktur für Besucher zu öffnen“, so Streibl. Allerdings müssten die Besucherströme im Wandergebiet Brauneck, der Jachenau bis hin zur Staatsgrenze besser geleitet werden. Ohne Berg- und Seilbahnen würden die Ausflügler dermaßen auf die Berge strömen, dass man Autobahnen hinauf benötigen würde. Die Eröffnung der Beförderungsanlagen würden helfen, die Forst- und Wanderwege zu entlasten.

Die Polizei kündigte zudem an, Einhaltung der Parkordnung und das Freihalten der Rettungswege in den Ausflugsregionen kontrolliert werden. Die örtlichen Polizeiinspektionen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd werden hierbei von der Kontrollgruppe Motorrad sowie Einheiten der Bayerischen Bereitschaftspolizei unterstützt. Festgestellte Verstöße würden konsequent geahndet, kündigte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd schon einmal an. tka

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