Übernachtung mit Folgen

Bergwacht bei aufwendigem Einsatz am Brauneck

Bergretter der Bergwacht an der Unfallstelle
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Der Patient und dessen Begleiter hatten sich als Schutz vor dem Wetter eine Höhle in den Schnee gegraben.
  • Viktoria Gray
    vonViktoria Gray
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Lenggries – Am Wochenende musste die Bergwacht erneut ausrücken. Zwei Personen mussten am Grad der Achselköpfe gerettet werden.

Am Samstag, 27. März, rückt die Einsatzgruppe der Bergwacht Lenggries gegen 8.30 Uhr aus. Laut einer Pressemitteilung haben Zwei Personen von Freitag auf Samstag am Grad der Achselköpfe übernachtet. Am nächsten Morgen, auf dem Weg zur Benediktenwand stürzte einer der beiden auf den Arm und kugelte sich dabei die Schulter aus.

Der starke Wind durchkreuzte den Plan die Retter vor Ort am Patienten abzusetzen. Vier der ehrenamtlichen Bergretter machten sich aber flugfertig. Zu zweit wurden die Einsatzkräfte mit dem Rettungshubschrauber dann im Längental per Winde abgesetzt. Mit einem Bergwacht Notarzt in der Gruppe, stiegen sie auf Ski über die Probstalm auf zu der Verletzten Person. Parallel dazu hatten sich jeweils zwei Einsatzkräfte mit Skidoos über die Piste auf dem Weg zur Stiealm gemacht. „Der Wirt der Stiealm war so freundlich die vier Mitglieder der Bergwacht mit der eigenen Pistenraupe den Idealhang hinaufzufahren“, erklärt Lina Feile, Pressesprecherin der Bergwacht. Durch die Spur der Pistenraupe konnte einer der beiden Skidoos von einem erfahrenen Fahrer nachgefahren werden. Anschließend gingen die Ehrenamtlichen mit Schneeschuhen und Tourenski bis zum Unfallort. Den Oberarm renkte der Arzt wieder ein. Mit geschientem Arm konnte der junge Mann bis zum Idealhang folgen. Von dort aus ging es mit dem Skidoo zur Stialm. Gegen 15 Uhr war die Rettungsaktion dann beendet und der Patient trat selbstständig den Heimweg an.

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