Nacht- und Hubschraubereinsatz

Bergwacht Lenggries hilft verstiegenen Wanderern und abgestürzten Gleitschirmpiloten

Per Hubschrauber wurde eine 60-Jährige im Bereich Sylvenstein per Winde aus steilem Gelände gerettet.
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Per Hubschrauber wurde eine 60-Jährige im Bereich Sylvenstein per Winde aus steilem Gelände gerettet.
  • Daniel Wegscheider
    vonDaniel Wegscheider
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Jachenau/Brauneck/Vorderriss – Schönes Wetter und gelockerte Corona-Maßnahmen mögen verantwortlich sein, dass die Zahl der Berg- und Rettungseinsätze wieder vermehrt ansteigen.

In den vergangenen Tagen hatten die Helfer am Berg einiges zu tun: Von Nacht- bis zu einem Hubschraubereinsatz reicht die Palette.

Zu einem nächtlichen Einsatz musste die Bergwacht in die Jachenau ausrücken.

Eigentlich hat das Wochenende zum Monatswechsel von April auf Mai für die Lenggrieser Bergretter vergleichsweise ruhig angefangen. Am Samstag 29. Mai, passierte erst einmal nicht viel, bevor es dann aber richtig losging. Nach Dienstschluss um 18.30 Uhr piepste dann der erste Alarm: Allerdings stellte sich schnell heraus, dass der verunglückte Gleitschrimfliegerpilot am Brauneck, der mit seinem Rettungsschirm zu Boden gegangen war, wohl auf ist.

„Rescue-Einheit“ rettet Radler in der Nacht

Der eigentliche Einsatz am Samstag startete ein paar Stunden später: Gegen 23.30 Uhr wurde die Lenggrieser Bergwacht nämlich erneut von der Rettungsleitstelle alarmiert: ein 53-Jähriger aus dem Landkreis Starnberg hatte sich um die Mittagszeit mit seinem E-Bike zu einer Radeltour von der Jachenau nach Wallgau aufgemacht und kehrte nicht zurück. Als er sich im Bereich des Staffelgrabens bei Dunkelheit verfahren hatte und sich in dem Gelände nicht mehr auskannte, informierte er über sein Notrufgerät die Rettungskräfte.

Trotz langer Leitung, erfolgte der Rettungseinsatz umgehend: Den die Standortermittlung per GPS ging laut Bergwacht zuerst in den USA ein. Und die Amerikaner haben daraufhin die „Rescue-Einheit“ der Bundeswehr-Leitstelle in Münster informiert und diese wiederum die zuständige und richtige Rettungsleitstelle im Landkreis. Nach kurzer Absprache der ehrenamtlichen Einsatzkräfte vor Ort machte sich der erste Trupp Richtung Jachenau auf.

In der Jachenau musste die Bergwacht einen Mountainbiker bergen.

„Durch präzise Koordinaten wussten wir wo sich die Person aufhalten sollte“, berichtet Georg Aininger. Ein zweites Team hielt sich derweil an der Lenggrieser Rettungswache auf Abruf bereit. Gegen 1 Uhr nachts erreichten die ersten vier Einsatzkräfte den unterkühlten 53-Jährigen und versorgten ihn mit Wärme. Danach brachten sie ihn zum Bergrettungsfahrzeug. Gegen 3 Uhr waren alle Einsatzkräfte wieder im Tal und der Einsatz somit beendet.

Drei abgestürzte Gleitschirmflieger

Am Sonntag, 30. Mai, rückte die Bergwacht insgesamt zu drei abgestürzten Gleitschirmfliegern aus. Der erste Notruf kam um 13.30 ein, hier hatte sich ein Paraglieder im Sessellift des Garlands verfangen. Am Nachmittag der zweite Einsatz: Passanten haben bei einem Spaziergang im Ellbacher Moos einen Absturz im Bereich Südlich vom Rechelkopf beobachtet. Die Kollegen aus Bad Tölz zusammen mit dem Einsatzleiter haben den Einsatz übernommen. Der dritte Notruf dann abends, als ein Paragleiter im Bereich der Schwaiger Alm abgestützt wer, der von de Bergwacht Bad Tölz übernommen wurde.

Verstiegene Person

Am Dienstag, 1. Juni, wurde die Bergwacht Lenggries um 10.40 Uhr zu einer verstiegenen Person im Bereich Sylvenstein/Speibenkäs in Vorderriss alarmiert. Dort hatte sich eine 60-Jährige aus Ebersberg im steilen Gelände verstiegen und kam nicht mehr weiter.

Der Hubschrauber brachte die geborgene Person sicher ins Tal .

„Da die Stelle schwer zu erreichen war und eine akute Absturzgefahr bestand zog die Bergwacht einen Windenhubschauber der Polizei hinzu, um die Frau zu retten“, berichtet Bergwacht-Sprecherin Lina Feile. Die Ebersbergerin wurde von den Einsatzkräften und dem Bergwachtnotarzt geborgen und sicher per Hubschrauber ins Tal gebracht.

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