Bergwacht Lenggries: Volles Programm am schönen Septemberwochenende

Platzwunden, Prellungen und zwei Abstürze

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Sieben Einsätze beschäftigten die Lenggrieser Bergretter an diesem Wochenende. Darunter auch eine Hubschrauber-Rettungsaktion. 

Lenggries - Für die Bergwacht Lenggries hat das Dienst bereits am Freitag begonnen und endete mit einem aufwändigen Einsatz am Sonntag: Zwei Wanderer stürzten  am Wochenende rund 30 Meter tief in steiles Gelände ab. Einer davon musste zur Rettung per Trage durch den Bergwald abgeseilt werden und mit dem Hubschrauber in die Unfallklinik geflogen werden.

Die ehrenamtlichen Retter wurden am Freitag gegen 15 Uhr zu einer Wanderin mit Kreislaufproblemen gerufen. Die 79-Jährige war unterhalb des Schrödelstein am Brauneck auf dem Fahrweg gesessen. Passanten hatten die Bergwacht gerufen, da sie zeitweise bewusstlos war. Die Frau wurde von fünf Bergrettern und einem Notarzt versorgt und mit dem Bergrettungsfahrzeug ins Tal gebracht und dort dem Rettungsdienst übergeben.

Wenig später folge ein Einsatz bei dem ein 50-jähriger Wanderer Hilfe brauchte: „Er hatte sich das Knie verdreht und konnte nicht mehr selbstständig absteigen“, berichtet Sylvia Frei, Pressesprecherin der Lenggrieser Bergwacht. Beide Wanderer wurden von den Bergrettern ins Tölzer Krankenhaus gebracht. Am Nachmittag wurde einer 91-jährige Frau aus dem Gemeindegebiet geholfen. Sie hatte Zuhause starke Nachblutungen nach einer OP bekommen. „Weil der Rettungswagen gerade nicht verfügbar war, wurde die Lenggrieser Bergwacht alarmiert“, so Frei. Zur späten Stunde am Freitag, noch ein besonderer Einsatz: Nachdem acht junge Männer miteinander gerauft hatten, musste ein 17-Jähriger mit geschwollenem Gesicht verarztet werden. Er wurde anschließend an den Krankenwagen übergeben.

Am Samstag rückte die Bergwacht zu zwei weiteren Einsätzen ins Brauneck aus: Gegen Mittag war ein 55-jähriger Gleitschirmpilot aus Egling „vermutlich nach einem Flugfehler abgestürzt", erzählt Frei, und weiter: "Er prallte in einem Graben gegen das Wurzelwerk eines umgestürzten Baumes und zog sich eine schmerzhafte Schulterverletzung zu." Nach einer Behandlung mit starken Schmerzmitteln konnte der Verletzte mit der Gebirgstrage zum Bergrettungsfahrzeug gebracht werden. Direkt im Anschluss wurde von den gleichen Bergrettern noch eine 79-jährige Wanderin versorgt. Sie war beim Wandern oberhalb der Quengeralm ausgerutscht und 30 Meter durch steiles Wiesengelände gestürzt. Dabei hatte sie sich mehrere Prellungen, Schürfwunden sowie zwei Platzwunden am Kopf zugezogen.

Am Sonntag folgte noch ein aufwändiger Einsatz am Grasleitensteig: Ein 72-jähriger Wanderer aus Mönchengladbach war beim Abstieg von der Lenggrieser Hütte gestolpert und etwa 30 Meter weit abgestürzt - bis er in einer, mit losen Steinen und umgefallenen Bäumen gefüllten Rinne zum Liegen kam. „Seine Begleiter konnten zu dem Abgestürzten absteigen und den Notruf wählen“, berichtet Frei. „Der Verletzte war dabei ansprechbar aber desorientiert.“ Der Verunglückte erlitt mittelschwere Kopfverletzungen sowie zahlreiche Prellungen und Schürfwunden. Die ersten Bergretter erreichten die Unfallstelle zu Fuß. Weitere Retter wurden per Hubschrauber in die Nähe der Einsatzstelle gebracht. Der 72-Jährige wurde dann von der Bergwacht und einem Notarzt versorgt und per Gebirgstrage 100 Meter durch den Bergwald abgeseilt und weiter zu einer Almwiese getragen. Dort konnte ein Hubschrauber den Verletzten per Seilwinde aufnehmen und ins Unfallklinikum Murnau bringen. Nach etwa drei Stunden war der Einsatz und damit das lange Dienstwochenende der Lenggrieser Bergwacht beendet. dwe

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