Zwei Hubschraubereinsätze am Brauneck

Bergwacht Lenggries versorgt elf Patienten am Wochenende: Einsatz erfordert sogar eine Pistensperrung

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Während die Einsatzkräfte der Bergwacht Lenggries einen Patienten nach der Versorgung durch die Notärzte fertig für den Flug machen, landet derweil Hubschrauber Christoph Murnau neben dem neuen Finstermünzsessel am Brauneck.

Lenggries – Blauer Himmel, Sonnenschein und eisige Temperaturen: optimale Ski- und Wanderbedingungen also. Doch viele Ausflügler auf Berg und im Tal bedeuten häufig auch viel Arbeitsaufwand für Rettungskräfte. Und so hatte am ergangenen Wochenende auch die Bergwacht insgesamt elf Einsätze im Bereich Brauneck. Darunter Gehirnerschütterungen, Frakturen sowie Verletzungen an Knien und Schultern.

Der Samstag startete für die Arbeit der Bergwacht erst einmal relativ ruhig – mit vier Verletzten an diesem Tag. Direkt nach Dienstbeginn wartete ein Kollisionsunfall im Bereich der Kreuzung Kothang und Lenggrieser Hang: Ein vierzehn-Jähriger aus Bayrischzell (Kreis Miesbach) zog sich bei dem Zusammenprall eine leichte Gehirnerschütterung zu. Der Jugendliche war laut Bergwacht am Unfall beteiligt und hatte dabei einen anderen Skifahrer übersehen.

Im Weiteren Verlauf des Tages stürzte dann eine neun-Jähriges Lenggrieserin beim Rennen am Zielhang auf ihren Ellenbogen, berichtet Lina Feile, Pressesprecherin der Lenggrieser Bergwacht. Nach dem Abtransport durch die Bergretter wurde das Mädchen im Tal an den Rettungsdienst übergeben. Nach einer weiteren Gehirnerschütterung an der Vorderen Abfahrt und einer Knieverletzung am Lenggrieser Hang begann dann der Sonntag für die Lenggrieser Einsatzkräfte gegen 9.12 Uhr mit der ersten Einsatzmeldung.

Eine dreizehn-jährige Münchnerin hatte sich bei einem Sturz auf der Vorderen Abfahrt ebenso eine Gehirnerschütterung zugezogen „und konnte sich zunächst an den Unfallhergang nicht mehr erinnern“, sagt Feile und weiter: „Danach lief sie sogar noch selbst zur Bergbahn und bat um Hilfe, wodurch die Bergwacht Lenggries alarmiert wurde.“ Ein paar Minuten später führte das Ausweichmanöver eines dreizehnjährigen aus Wegscheid zum Sturz, dabei verletze er sich die Schulter. Mit Verdacht auf eine Fraktur des Oberarms sowie starker Schmerzen rückte mit der Bergwacht Lenggries auch der Bergwachtnotarzt der Bereitschaft Wolfratshausen aus. Der Jugendliche wurde per Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen.

Mehr Aufsehen erregte der Unfall eines achtundsechzig-Jährigen, der am Stockhang eine Unterarm- und Schulterfraktur erlitt. Durch das erneute Anrücken des Christoph Murnau musste der Pistenbereich Stockhang für 30 Minuten abgesperrt werden. „Der Patient wurde via Windeneinsatz aus dem Gelände gerettet“, so Feile. Am Nachmittag gab es dann noch vier weitere Einsätze am Berg. Ein 48-jähriger Patient, „der sich an der Waxensteinabfahrt eine Schulterverletzung zuzog traf glücklicherweise auf einen Lenggrieser Bergwachtnotarzt, der zu diesem Zeitpunkt im Skigebiet unterwegs war.“ Der Abtransport erfolgte hierbei mit dem Akja. Im Tal angelangt wurde der Dietramszeller dann an den Rettungsdienst übergeben. Nach der Oberarmprellung einer15-Jährigen, ereignete sich der nächste Notarzteinsatz nur einige Minuten später an der Ahornabfahrt: dort erlitt ein 43-jährige Grafinger (Kreis Ebersberg) eine Schulterverletzung, Gehirnerschütterung und blutenden Gesichtswunden. Der Verletze wurde von den Bergrettern mit einem Skido abtransportiert und ebenfalls Rettungswagen übergeben. Der letzte Vorfall passierte bei der Schlussstreife am Kothang gegen 16 Uhr. die Bereitschaften Lenggries und Wolfratshausen versorgten dort eine Skifahrerin, die sich am Knie verletzt hatte.

Die kontinuierlich stattfindenden Einsätze, bei denen auch zwei Hubschrauber beteiligt waren, konnten durch die Mannschaftsstärke der drei Bergwachtbereitschaften gut gemeistert werden. In diesem Zusammenhang betonte auch Einsatzleiter Rolf Frasch, die an diesem Wochenende gute Kommunikation und reibungslose Zusammenarbeit mit der Leitstelle. dwe

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